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Pop und Kultur

Jan Paersch
Autor für taz, Jazz Thing, Galore und andere
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piqer: Jan Paersch
Dienstag, 08.01.2019

Viv Albertine ist sauer – Interview mit einer Punk-Ikone

Artikel über Viv Albertine, Gitarristin der ersten rein weiblichen Punkband The Slits, wurden bei piqd schon mehrfach empfohlen. Gabriela Herpells Interview aus dem SZ Magazin ist jedoch einen weiteren Lesetipp wert. Albertine sieht mindestens 15 Jahre jünger aus als ihre 64 und wirkt im Video eigentlich eher wie eine freundliche Grünen-Politikerin mit charmantem British Accent.

Was Albertine jedoch hier sagt, ist, bei aller Koketterie, alles andere als nett. Frauen würde nicht beigebracht, so wie sie zu sein, meint die gebürtige Australierin: ein "egoistischer Arsch, der du sein musst, um wahrhaftige, ehrliche, mutige Kunst zu machen." Männern sei nie etwas anderes beigebracht worden, als die Macht haben zu wollen, das hätten diese im Blut. Sie lese keine Bücher männlicher Autoren mehr, behauptet Albertine: "Männer lesen doch auch keine Bücher von Frauen."

Alles nur Pose? Vielleicht. Auch der Erfolg der Sex Pistols war schließlich zu einem guten Teil clever inszeniert. Toll jedenfalls der Schlusssatz: "Es ist eine lange Geschichte des Patriarchats nötig, um eine zornige Frau wie mich zu schaffen."

Viv Albertine ist sauer – Interview mit einer Punk-Ikone
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Kommentare 3
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · Erstellt vor 5 Monaten ·

    Kandidat für die BU des Jahres:
    "Viv Albertine, 64, war Punk, Aerobiclehrerin, hat Musikvideos gedreht, nach zwei Fehlgeburten und elf vergeblichen Hormonbehand­lungen ein Kind bekommen und sogar Krebs überlebt."

  2. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · Erstellt vor 5 Monaten ·

    "Ich lese auch keine Bücher von Männern mehr. Ich weiß, wie Männer denken. Ich kann denken wie sie. Ich kann mit ihren Augen sehen."
    Platon, Sophokles, Dante, Shakespeare, Kant, Goethe usw.
    Selten so einen Blödsinn gelesen! Wäre ein guter Unpiq gewesen.

    1. Jan Paersch
      Jan Paersch · Erstellt vor 5 Monaten ·

      Nun, man muss nicht Jahrhunderte zurückgehen, um relevante männliche Autoren zu finden. Der Satz ist natürlich Quatsch, über den Rest kann man durchaus diskutieren.

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