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Pop und Kultur

Martin Böttcher
Journalist, Sammler
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piqer: Martin Böttcher
Montag, 07.10.2019

Richie Hawtin: Um die Erde fliegen für den Klimaschutz?

Eigentlich wissen wir es ja alle: Je länger wir warten, bevor wir unser Verhalten umfassend ändern und  einschneidende, radikale Maßnahmen gegen die Erderhitzung ergreifen, desto einschneidender und radikaler werden diese Maßnahmen sein müssen. Ob wir das schaffen? Wer weiß das schon. Aber vielleicht befinden wir uns in einer Übergangsphase: Wir wissen, dass die Katastrophe im Anmarsch ist, aber wir wissen es noch nicht, können uns also nicht wirklich vorstellen, was alles passieren wird. Vielleicht ist so zu erklären, dass wir Müll trennen, aber Wasser in Plastikflaschen kaufen. Dass wir aus Umweltgründen Fahrrad fahren, im Urlaub aber auch mit dem Kreuzfahrtschiff in die Arktis. Oder, wie der DJ Richie Hawtin, sehr, sehr oft mit dem Flugzeug in alle Welt fliegen - und sich bei den Kollegen für klimafreundliches Verhalten einsetzen. Steffen Greiner hat für die taz mit dem in Berlin lebenden Kanadier gesprochen. Er setzt sich schon lange für die Kompensation von Flugreisen ein, das klingt alles sehr überlegt und langfristig geplant, was Hawtin da zum Beispiel über freiwillige CO2-Abgaben sagt. Aber ist das nicht ein ähnlich fauler Kompromiss wie der der Bundesregierung, die sang- und klanglos die Ziele des Pariser Abkommens aufgegeben hat?

Bevor wir jetzt aber anfangen, mit dem Finger auf DJs (oder überhaupt auf die Musikbranche) zu zeigen: Wir alle betreiben gerade dieses Spiel von Leugnen und Schönreden! Und werden, wenn sich das nicht ändert, wohl auch gemeinsam gegen die Wand fahren.

Richie Hawtin: Um die Erde fliegen für den Klimaschutz?
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Kommentare 5
  1. Dominique Lenné
    Dominique Lenné · Erstellt vor 12 Tagen · Bearbeitet vor 12 Tagen

    Bitte, bitte, bitte nicht dieses "wir alle betreiben dieses Spiel von Leugnen und Schönreden." Ich möchte mich und viele Andere explizit dort ausgenommen sehen! Leute, die kein Wasser in Plastikflaschen kaufen, nicht fliegen, nicht Auto fahren, wenig Klamotten kaufen et cetera p.p.
    Und selbst wenn es stimmen würde - einiges an meinem Verhalten ist auch zu kritisieren - wäre dieses "wir" immer noch unproduktiv, weil hilflos, weil zu Allgemein.
    Du (und damit meine ich jetzt nicht Dich, Martin, persönlich, sondern es ist ein allgemeines Du) wirst dir über deinen CO2-Fußabdruck klar. Du hörst mit mehr und mehr ungünstigen Aktionen auf. Du kommunizierst das. Du förderst und forderst die richtige Politik. Das bringt weiter. Das "wir ..." eher nicht.
    Das ist so langweilig, so rigide, nicht wahr? Ich empfinde das auch so. Aber diese verdammte Klimageschichte hat was Langweiliges und Rigides an sich. Am Ende zählen nackte Zahlen. Oder nicht? (offene Frage). Unsere Optionen werden beschränkt. Das fühlt sich erstmal Scheiße an. Man muss dann seinen eigenen Weg finden, interessante und schöne Dinge zu tun.

    1. Martin Böttcher
      Martin Böttcher · Erstellt vor 11 Tagen ·

      Stimmt natürlich, dieses "wir" ist auch ein entlastendes "wir". Aber je mehr ich darüber nachdenke, wie halbherzig viele (auch ich) sich verhalten, die es eigentlich besser wissen müssten, desto mehr halte ich dieses "wir" für die akurate Zustandsbeschreibung. Natürlich gibt es auch Menschen, die es richtig machen, aber vermutlich viel zu wenige. Was hatte ich gerade auf Twitter gelesen? Jemand hat eine Familie angepöbelt, weil die einen SUV fahren. Dieser Jemand war aber selbst kurz davor mit der Familie in New York (natürlich mit dem Flugzeug). So oder so: es werden große Veränderungen auf uns zu kommen. Und die müssen wohl angeordnet werden - zusätzlich zu allem, was wir selbst schon ändern.

  2. Hendrik Spree
    Hendrik Spree · Erstellt vor 12 Tagen ·

    Bester Tipp auf https://musicdeclares.... "Tell your label to press your vinyl releases on 140 gramme instead of 180 gramme."

    1. Martin Böttcher
      Martin Böttcher · Erstellt vor 11 Tagen ·

      40 Gramm für die Rettung der Erde ... ob das reichen wird? ;-)

    2. Hendrik Spree
      Hendrik Spree · Erstellt vor 10 Tagen ·

      @Martin Böttcher Um fair zu sein: Es ist ja nur eine von vielen vorgeschlagenen Maßnahmen. Aber angesichts der (sicherlich angebrachten) alarmistischen Tonality dieser Declaration wirken sie im Hinblick auf etwa den riesigen Konzerttour- und Musikfestivalzirkus wie Tropfen auf den klimaerhitzten Stein.

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