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Pop und Kultur

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
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piqer: Christian Huberts
Dienstag, 27.02.2018

Papiere, bitte! – Ein Kurzfilm zu einem der besten Indie-Games der letzten Jahre

Die Geschichte der Verfilmung von Computerspielen ist gepflastert mit Katastrophen. Die Super Mario Bros. waren kaum wiederzuerkennen und ein großer Flop. Street Fighter entpuppte sich als Lachnummer, die nur noch von den völlig chaotischen Dreharbeiten des Films überboten wird. Und in jüngster Zeit hat die Qualität von Gaming-Verfilmungen zwar deutlich zugenommen, das betrifft jedoch eher die Schauwerte und weniger die Inhalte. Blockbuster-Computerspiele drehen sich eben in der Regel um spektakuläre Action und die Story ist dabei selten mehr als ein solider Ausgangspunkt der Spielhandlungen. Daraus dann eine vollwertige Filmhandlung zu machen, ist keine leichte Aufgabe.

Abseits der großen Titel lässt sich heutzutage ein umfangreicher Schatz an kleineren Games entdecken, die oft gerade durch ihre tiefgründigeren Inhalte überzeugen können. Der Nischenstatus macht eine Auswertung als Kinofilm jedoch sehr unwahrscheinlich. Zumindest ein Kurzfilm ist ab und zu drin. So etwa zum von der Kritik und den Spielenden gefeierten Bürokratie-Simulator Papers, Please. Als Grenzbeamter in einem diktatorischen Regime gilt es dort Einreisedokumente zu kontrollieren und regelmäßig zwischen Regeltreue und Menschlichkeit abzuwägen. Dem gleichnamigen, gerade veröffentlichten Kurzfilm von Nikita Ordynskiy gelingt es perfekt, die Atmosphäre und das Gameplay des Spiels einzufangen, auch wenn das Ende reichlich zynisch geraten ist. Aber vielleicht gefällt Hollywood ja der Pitch und wir können uns auf die erste, bedeutsame Computerspiel-Verfilmung freuen?

1982 - East Grestin, Arstotzka. The 6-year war with neighboring Kolechia is over. There is a fragile peace. A border checkpoint now separates east and west Grestin.
Papiere, bitte! – Ein Kurzfilm zu einem der besten Indie-Games der letzten Jahre
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