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Torsten Schubert
Journalist, Autor
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Torsten Schubert
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Sonntag, 05.04.2020

Nadar - Ein Fotograf verändert die Welt

Früher Fotografen erstaunten die Menschen und lehrten sie, die Welt neu zu sehen. Einer der ersten war Nadar. Er entdeckte früh die vielfältigen Möglichkeiten der Fotografie und nutzte sie. So stieg er in einen Heißluftballon und erstellte die ersten Luftaufnahmen. Auch in die Pariser Katakomben stieg er hinab und fotografierte erstmals mit künstlichem Licht. Der Pionier gelangte aber vor allem durch seine Porträts bekannter Persönlichkeiten im Paris des 19. Jahrhunderts zu Ruhm. Die Dokumentation zeigt nicht nur seine bekanntesten Aufnahmen, sondern zeichnet auch sein eindrucksvolles, fast 90-jähriges Leben nach. Ein interessanter Beitrag zur Geschichte der Fotografie.

Ob in der Luft oder unter der Erde – für die noch junge Fotografie erschloss der französische Fotografie-Pionier Nadar (1820-1910), eigentlich Gaspard-Félix Tournachon, immer wieder neue Wirkungsfelder. Zudem war er einer der bedeutendsten Porträtfotografen seiner Zeit. Ob Politiker, Philosophen, Dichter und Musiker, Damen von Welt und Halbwelt – die Prominenz des 19. Jahrhunderts stand vor seiner Kamera: Das Bild von Victor Hugo als altem, müden Herrn stammt ebenso von ihm wie das Porträt Baudelaires mit dem für die Ewigkeit dokumentierten abwesenden, träumerischen Blick. Auch Alexandre Dumas‘ gutmütiges Antlitz mit dem zerzausten Haarschopf und die Schönheit der 20-jährigen Sarah Bernhardt verewigte er in seinen später weltberühmt gewordenen Fotografien. Nadar hatte zunächst als Karikaturist Karriere gemacht, verdiente seinen Lebensunterhalt als Buchhändlergehilfe, Torfverkäufer, Bildhauer und Sekretär. Als Journalist und Autor war er mit allen großen Persönlichkeiten seiner Zeit auf Du und Du. Nadar war wie das Jahrhundert, in dem er lebte: revolutionär und innovativ. Nadar interessierte sich nicht nur für den technischen Fortschritt, er prägte ihn mit. Er war ein unermüdlicher Erfinder – und obendrein ein Flugpionier. Bevor es den Begriff der Luftfahrt überhaupt gab, bestieg Nadar im Jahr 1863 unter der großen Anteilnahme der Pariser einen Heißluftballon und fotografierte die französische Hauptstadt aus der Vogelperspektive. Der Ballon trug ihn bis in die Nähe von Hannover, wo er gerade noch notlanden konnte. Die Ballonfahrt hätte ihn nicht nur beinahe das Leben gekostet, sondern ruinierte ihn auch finanziell. Seiner Fotografenneugier schienen dennoch keine Grenzen gesetzt. Kaum war die Elektrizität erfunden, tüftelte er ein System aus, mit dem er sich für seine Arbeit als Fotograf vom Tageslicht unabhängig machte: Er stieg mit der Kamera in das gespenstische Labyrinth der Pariser Katakomben hinab und machte dort die ersten Kunstlichtaufnahmen mit Magnesium. Nadar starb im Jahr 1910, kurz vor seinem 90. Geburtstag. Bis heute haben seine Bilder nichts von ihrer Modernität eingebüßt.

In der Arte-Mediathek ist die Dokumentation zur Geschichte der Fotografie noch bis zum 2. Mai 2020 zu sehen.

Nadar - Ein Fotograf verändert die Welt

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