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Pop und Kultur

Mehr als "Squid Game" – der Serienboom aus Korea

Alexander Matzkeit

Alexander Matzkeit spricht und schreibt über Film und Medien, besonders über Podcasts. Bisher unter anderem beim epd, bei kino-zeit.de, 3sat und im Techniktagebuch - sowie in seinem Blog "Real Virtuality" und den Podcasts "Kulturindustrie" und "LEXPOD".

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Alexander MatzkeitDienstag, 19.10.2021

Squid Game ist der erfolgreichste Netflix-Serienstart aller Zeiten. So selten der Streaminggigant Zahlen kommuniziert, so triumphierend zeigt er sich doch bei dem fiktionalen koreanischen "Battle Royale"-Format. 111 Millionen Zuschauer in weniger als einem Monat meldete das Unternehmen vor einer knappen Woche. Schon fliegen die Hot Takes durch die Medien: Was ist das Geheimnis? Ist die Serie gefährlich? Denkt denn niemand an die Kinder?

Nicht zu unterschätzen im medialen Diskurs ist auch die Frage, warum niemand diesen Erfolg kommen sah und manche ihn auch schon wieder als Hype abtun. Steckt dahinter nur das alte Hollywood-Sprichwort "Nobody knows anything" oder ein kultureller blinder Fleck gegenüber Korea, wie manche unken. Denn koreanische Popkultur hat außerhalb der Feuilletons (Parasite mal ausgenommen) längst weltweit eine gewisse Dominanz erreicht. Vor allem natürlich durch K-Pop-Formationen wie die globalen Superstars BTS – aber auch schon länger durch Serien.

Deshalb dürfte Sabine Horst, die Autorin meines gepiqden Artikels, vom Erfolg von Squid Game auch nicht überrascht sein. In ihrem Feature für epd film von Ende September beschreibt sie, wie "K-Dramas" schon seit langem auf dem Vormarsch sind und was sie ausmacht. Dahinter steckt nicht nur eine große Initiative der koreanischen Regierung, sondern auch ein Talent, Geschichten zu erzählen, die universell als "emotionally powerful" wahrgenommen werden. Steht gar eine überfällige "Rehabilitation des Melodramas" bevor? Warten wir es ab.

Mehr als "Squid Game" – der Serienboom aus Korea

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Kommentare 1
  1. Silvio Andrae
    Silvio Andrae · vor einem Monat

    Danke für den piq! Squid Game funktioniert als Satire auf die materielle Ungleichheit in Südkorea. Wenn man sie als Kritik an der Leistungsgesellschaft versteht, zeigt die Serie ihre wirklichen Stärken.
    Meritokratie bedeutet, dass mit fairem sozialen Wettbewerb, gleichen Ausgangsbedingungen und Belohnungen für diejenigen, die talentiert und fleißig genug sind, ein Aufstieg auf der sozialen Leiter möglich erscheint. Die Realität sieht ja aber eher so aus, dass Ungleichheit mit der Begründung gerechtfertigt, dass die Bessergestellten ihre Position verdient haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Schlechtergestellten ihr Los ebenfalls verdient haben. Nur in einer solchen Konstellation ist es ungemein schwierig, politischen Widerstand gegen Ungleichheit aufzubauen. Und das ist keine Diskussion aus den vergangenen Dekade. Auch heute noch nimmt ein großer Teil der Öffentlichkeit an, in einer Leistungsgesellschaft zu leben. Also, entweder sind die Versprechungen der Leistungsgesellschaft falsch (weil wir nie wirklich eine Leistungsgesellschaft bekommen) oder leer (weil die Leistungsgesellschaft nicht wirklich das gibt, was erhofft wird). Der Nutzen von Squid Game: Die Serie zeigt genau diese beide Seiten des Entweder-Oder.

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