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Pop und Kultur

John Prine: Vom Postboten zum Grammy-Gewinner

Stefan Dierkes

Stefan ist einige Jahre alt und ist gelernter alphabetophiler Prokrastinierer. Daher sind seine Schriften bislang vor allem im Gyrus supramarginalis erschienen.

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Stefan DierkesMittwoch, 21.07.2021

Ich glaube eine der wenigen schönen Momente während der Pandemie war die Entdeckung, dass auf der Homepage vom Pulitzer-Preis zahlreiche Texte der Gewinner:innen und Nominierten frei einsehbar sind.

Juni 2021 wurden sie wieder vergeben und in der Kategorie "Criticism" war unter anderem Craig Jenkins nominiert, Musikkritiker beim New York Magazine.

Ein Text, der mir von Jenkins besonders gefällt, ist ein Epitaph zu dem 2020 leider verstorbenen Country-Sänger John Prine, der Ende der 1960er Jahre als US-Soldat in Deutschland stationiert war, dann in den USA Postbote war und Anfang der Siebziger erste Songs herausbrachte, schon 1972 für einen Grammy nominiert war, dann 14 Jahre lang gar kein Album aufnahm und dann schließlich 1991 den Preis gewann. Seine Texte waren teils sozialkritisch, setzten sich z.B. mit dem Vietnam-Krieg auseinander, aber poetisierten auch ganz generell Leben und Tod. Jenkins findet in seiner Kritik immer wieder grandiose Beschreibungen, Prines Musik zwischen seinem ersten Album John Prine (1971) und seinem letzten Album The Tree of Forgiveness (2018) zu erfassen:

There’s a world of wisdom and depth and humor and levity between those two milestones, years of wise, terse koans and nonsensical yarns

Jenkins geht dabei immer wieder auf einzelne Lyrics ein, verwebt sie mit gesellschaftlichem Kontext, persönlichen Details, Prines Umfeld und der Wertschätzung seiner Kollegen und Bewunderer wie Bob Dylan oder Johnny Cash und kommt dabei zu dem Schluss:

His music was a celebration of the fullness and the randomness of life.

Prine war mir bis dato vollkommen unbekannt, umso froher bin ich, ihn durch eine so respekt- und stilvolle Kritik kennengelernt zu haben. Jenkins zeigt dabei, was Kritik so großartig machen kann, nämlich Dinge zu beschreiben, die häufig kaum beschreibbar sind. Deshalb ist sein Text ebenfalls eine Feier, eine für die Kunstform der Kritik, die es hier schafft, die künstlerische Fülle von Prine in komprimierter Form für die Nachwelt festzuhalten.

Mein persönlicher Hörtipp: "Yes I Guess They Oughta Name a Drink after You" vom Album Diamonds in the Rough. Ein Lied über Trennungen und deren Verarbeitung:

You've left my heart a vacant lot / I'll fill it with another shot

Cheers!

John Prine: Vom Postboten zum Grammy-Gewinner

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