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Pop und Kultur

christina mohr
Freie Autorin

Geboren in Frankfurt, heute wieder dort lebend und arbeitend - hauptberuflich für einen Sachbuch- und Wissenschaftsverlag, daneben als freie Autorin für Magazine wie Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de, culturmag.de.

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piqer: christina mohr
Donnerstag, 03.09.2020

Hey Hi Hello: BBC-Legende Annie Nightingale hat ihre Memoiren geschrieben

Der Begriff "Legende" wird inflationär benutzt, besonders in der Show- und Musikbranche: Platten, Producer, Popstars – alles und jede/r wird als legendär bezeichnet, auch wenn es ein einfaches "gut" oder "bemerkenswert" getan hätte.

Die inzwischen bald 80-jährige Annie Nightingale darf allerdings mit Fug und Recht eine Legende genannt werden: 1970 wurde sie die erste ModeratorIN von BBC Radio 1 und sie ist noch immer auf Sendung. Seit John Peels Tod im Jahr 2004 ist sie die dienstälteste Radio-1-Moderatorin, und ihre Shows sind auch im Netz so beliebt, dass sie als größter Online-Erfolg des Senders gilt. Und man möge bitte nicht denken, dass Nightingale seniorengerechte Sendungen mit Oldies und Evergreens hostet: In der Nacht von Samstag auf Sonntag lädt sie Breakbeat-DJs zur "Tower-Show" zum Auflegen in Türmen ein, um den Sonnenaufgang zu begrüßen – seit mehr als 15 Jahren.

Bei White Rabbit Books erscheint nun Nightingales lang erwartete Autobiographie "Hey Hi Hello" (ihre legendäre, sorry, bekannte Begrüßung), in der sie selbstverständlich mit vielen Anekdoten aufwartet (so gehörte sie beispielsweise zum inner circle der Beatles, wusste schon früh von John & Yoko, etc.pp), aber auch mit der schwierigen Situation als einzige Frau unter vielen, vielen Männern. Das Radio-Business in den Siebzigern war sehr männlich, weiß und konservativ – Flower-Power-Ära hin oder her. Vor einigen Wochen gab es bereits einen Artikel im Guardian über Nightingales interne Senderkämpfe, in dem sie darüber berichtet, dass viele ihrer (männlichen) Kollegen nur darauf warteten, sie scheitern zu sehen – niemand hatte der jungen Frau eine ernsthafte Karriere zugetraut, doch schon einige Jahre später tauchte sie sogar im Fernsehen auf: Von 1978 bis 1982 moderierte sie "The Old Grey Whistle Test" für BBC TV.

In einem aktuellen Interview mit Guardian-Autorin Jude Rodgers geht es überwiegend um Nightingales Buch – und ein bisschen auch übers Älterwerden:

And she’s determined to keep on doing so, as her 80s press on. She doesn’t remotely care about people who are confused by her either. “I’d say: ‘Would you say to David Attenborough he shouldn’t be doing wildlife films any more? His expertise and knowledge are turned up to 11, and so are mine.” She laughs. “Although I’m a freak, I admit!”

Aus diesem und vielen anderen Gründen empfehlen wir die Lektüre von Annie Nightingales Memoiren an dieser Stelle dringend: Es ist an der Zeit, dass die Geschichte der Popkultur auch aus der Sicht von Frauen erzählt wird.

Hey Hi Hello: BBC-Legende Annie Nightingale hat ihre Memoiren geschrieben

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