Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Pop und Kultur

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
Zum piqer-Profil
piqer: Christian Huberts
Montag, 04.11.2019

Games und Politik: »Als würden sie vor dem eigenen Erfolg kapitulieren«

Müsste ich das Verhältnis der Entwickler*innen und Konsument*innen von Computerspielen zu Politik irgendwie auf den Punkt bringen, dann vielleicht so:

Politisch ist alles, was nicht deckungsgleich mit den bereits verinnerlichten politischen Ansichten ist.

So ist etwa ein vom Holocaust und nationalsozialistischer Ideologie befreiter Shooter mit Setting im zweiten Weltkrieg eine scheinbar unpolitische Sache, aber sobald etwa – historisch verbucht – weibliche Kämpferinnen eingeführt werden, hört das Geschrei über eine angebliche feministische Agenda nicht mehr auf. Das eine ist eben bereits – über diverse Games hinweg – etabliert, das andere eine progressive Veränderung.

Aber der große Erfolg von Computerspielen – so schreibt Eike Kühl für Zeit Online – macht es ihnen immer schwerer, diesen eigentümlichen Spagat durchzuziehen. Games sind mittlerweile in so vielen Sphären von Kultur, Politik und Gesellschaft unterwegs, dass sie schlicht immer irgendwo als politisch wahrgenommen werden können oder sogar müssen. Zuletzt wurde das deutlich bei einem eSport-Turnier, in dem ein chinesischer Teilnehmer für einen Kommentar zu den Protesten in Hongkong sanktioniert wurde. Angeblich ohne politisches Motiv, nur den offiziellen Regeln geschuldet. Naja …

Kühl liefert noch viele weitere Beispiele für diesen schwelenden Konflikt innerhalb der Spielekultur, der mittel- oder langfristig zu einer Akzeptanz des Offensichtlichen und Unvermeidbaren führen muss. So wie in anderen Bereichen zuvor auch:

Fußballer äußern sich durchaus politisch, schütteln Präsidenten die Hände, setzen sich für Flüchtlinge ein, zeigen Haltung und werden gelegentlich dafür bestraft. Und auch die Fans auf der Tribüne haben etwas zu sagen. Leider nicht immer das, was man sich wünscht. Aber manchmal eben doch. Manche mögen es immer noch nicht glauben, aber das Massenphänomen Fußball ist längst Teil der politischen Kultur – und das Massenphänomen Videospiele ist auf dem besten Weg dorthin.
Games und Politik: »Als würden sie vor dem eigenen Erfolg kapitulieren«
8,3
4 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Pop und Kultur als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.