Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Pop und Kultur

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
Zum piqer-Profil
piqer: Christian Huberts
Mittwoch, 09.01.2019

Eine Ausstellung in Berlin zeigt die Geschichte queerer Games

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass queere Charaktere und Geschichten in Computerspielen überhaupt erst seit kurzer Zeit existieren. Zumindest, wenn man nur auf die progressiven Diskurse (und den regelmäßigen, häßlichen Backlash) der letzten Jahre zurückblickt. Dabei ist nahezu die gesamte Geschichte des Mediums gespickt mit LGBTQ-Kultur. Von eher kuriosen Beispielen, wie der Transgender-Figur »Birdo« aus Super Mario Bros. 2 (1988) bis hin zu lange verschollenen Pionieren, etwa das Adventure Caper in the Castro (1989) über eine lesbische Privatdetektivin in San Francisco. Das Schwule Museum in Berlin wirft seit Dezember 2018 ein Schlaglicht auf die Vergangenheit queerer Games. In der Ausstellung RAINBOW ARCADE werden noch bis zum 13. Mai 2019 spielbare Exponate, Filmausschnitte, Fan-Art und Kunstartefakte gezeigt. Allesamt ausgezeichnet kuratiert. Auch die Gegenwart wird nicht vergessen: mit den Spielen von Robert Yang und Kritikerlieblingen wie Genital Jousting.

Neben der Journalistin Sarah Rudolph und dem Kulturwissenschaftler Jan Schnorrenberg ist auch Adrienne Shaw verantwortlich für die Ausstellung. Die Medienwissenschaftlerin ist unter anderem Gründerin des LGBTQ Video Game Archive und Autorin vieler Artikel und Bücher zum Thema. Der britische Guardian sprach mit ihr und ihren Mit-Kurator*innen:

Shaw launched the LGTBQ Video Game Archive website in 2016, the first attempt to catalogue queer content in games. “Until the archive, there just wasn’t a historical understanding of LGBTQ content in this medium,” she explained. This often means that new games with queer content are perceived as a radical break from the norm, rather than additions to an existent cultural history: “It makes it really easy to forget that this kind of content has always been in games.”
Eine Ausstellung in Berlin zeigt die Geschichte queerer Games
8
3 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Pop und Kultur als Newsletter.