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Pop und Kultur

Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Dienstag, 28.11.2017

Ein zwei Jahre altes Spiel zieht seinen Monstern die Zähne – mit einem optionalen "Safe Mode"

Erst kürzlich hat die etwas müßige Frage, wie schwierig Spiele eigentlich sein dürfen oder müssen, wieder diverse Gemüter bewegt. Verkürzt: Darf es ein schweres Spiel weniger geübten oder geduldigen SpielerInnen leichter machen, indem es verschiedene Schwierigkeitsgrade anbietet? Oder sollten in besonders anstrengenden Spielen wie dem aktuellen Aufhänger Cuphead nur MeisterspielerInnen das Privileg haben, das Spielende zu erreichen? Oder weniger polemisch gefragt: Macht man es SpielerInnen zu einfach, wenn man es ihnen einfach macht oder sollten Spiele maximale Zugänglichkeit möglichst für alle bieten?

Hier bei piqd hat Kollege Rainer Sigl schon mal Kluges dazu geschrieben, außerdem empfehle ich diese kompakte Zusammenfassung und Bewertung der aktuellen Diskussion von Daniel Ziegener bei Lost Levels (einem Blog, für das ich auch ab und an schreibe).

Nicht nur vor dem Hintergrund der oft hitzig geführten Debatte finde ich den verlinkten Waypoint-Artikel lesenswert: Der Entwickler Frictional Games hat angekündigt, dass er sein mittlerweile zwei Jahre altes Sci-Fi-Horrorspiel SOMA anlässlich der Xbox-Version um einen „Safe Mode“ erweitert. Dabei handelt es sich um einen optionalen Spielmodus, in dem die furchterregenden Monster in SOMAS Unterwasserwelt zwar immer noch Angst machen, aber die SpielerInnen nicht mehr töten können. Sie sind wie Hunde, die zwar bellen, aber eben nicht mehr beißen.

Ganz freiwillig hat Entwickler Thomas Grip offenbar nicht zu diesem Mittel gegriffen, und er scheint auch noch nicht ganz überzeugt zu sein, dass der neue Modus der optimale Weg ist. Wieso, erzählt er im Artikel. Dass es aber schon kurz nach SOMAS Veröffentlichung einen Mod eines Spielers gab, der die Monster aus dem Spiel entfernte, zeigt, dass die Nachfrage nach einem weniger fordernden Spielerlebnis von Anfang an existierte.

Ein zwei Jahre altes Spiel zieht seinen Monstern die Zähne – mit einem optionalen "Safe Mode"
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