Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Pop und Kultur

Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

Zum piqer-Profil
piqer: Sonja Wild
Sonntag, 14.04.2019

Dokumentation "Playing Hard": Höllenjob Spielentwicklung

Dass die Arbeitsbedingungen in der Spieleindustrie äußerst problematisch sind und die Entwickler erfolgreicher Computerspiele oft einen hohen persönlichen Preis zahlen, war zuletzt immer wieder Thema in den Medien – zum Glück. Auch hier bei piqd gab es dazu schon Kluges zu lesen. Nun gibt es mit Playing Hard bei Netflix seit ein paar Tagen eine Doku von 2018, die sich mit der Entwicklung des Multiplayer-Spiels For Honor beschäftigt und dazu erstaunlich intensiv hinter die Kulissen des Entwicklers Ubisoft blicken konnte.

Die Dokumentation begleitet drei der Köpfe hinter For Honor über einen Zeitraum von vier Jahren: Jason VandenBerghe, Creative Director, Produzent Stéphane Cardin und Kommunikationschef Luc Duchaine. Der exzentrische VandenBerghe hinterlässt einen besonders bleibenden Eindruck, aber auch für Duchaine und Cardin hat die Belastung durch ihre Arbeit dramatische Auswirkungen auf ihr Privatleben und ihre Gesundheit. Je näher der Release-Termin rückt, um so spürbarer werden der Druck und die Überlastung aller Beteiligten, die Regisseur Chartier gekonnt einfängt.

Leider hat die  sehenswerte Doku ein Manko: An For Honor arbeitete ein Team von mehr als 500 Menschen in mehreren Ländern. Über die Situation dieser Mitarbeiter erfährt man in Playing Hard aber nichts, abgesehen von einzelnen Anmerkungen über viele Kündigungen und dem gelegentlichen Blick in müde Gesichter bei Team-Meetings. Schade, dass Chartier den Mitarbeitern am unteren Ende der Hierarchie keine Stimme gibt.

Dennoch lohnt sich Playing Hard, schon allein, weil es nicht alltäglich ist, dass sich Entwickler in so hohem Maß in die Karten schauen lassen. Wer sich trotz des verlinkten Trailers noch unsicher ist: Dieser Polygon-Artikel bietet einen guten ersten Überblick. Und ein paar Hintergrundinfos zur Produktion gibt Regisseur Jean-Simon Chartier auf der Website zum Film.

Dokumentation "Playing Hard": Höllenjob Spielentwicklung
7,5
2 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!