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Pop und Kultur

Jan Paersch
piqer: Jan Paersch
Samstag, 08.12.2018

Die Serie "Dogs of Berlin" – Krimi-Mischmasch ohne Herz und Hirn

Dass Berlin junge Menschen aus aller Welt anzieht wie einst London und Barcelona, weiß man nicht erst seit gestern. Filmemacher sind da meist etwas langsamer: "4 Blocks", "Beat" und "Babylon Berlin" erschienen allesamt in den letzten anderthalb Jahren. Nun also die nächste Hauptstadt-Serie: "Dogs of Berlin" soll auch dem Netflix-Zuschauer in Nebraska verdeutlichen, wie hart es auf den Straßen der Stadt zugeht.

Kurzinhalt: die Mordkommission ermittelt wegen eines toten Nationalspielers im Umfeld von Nazis, Fußballfans, der Wett- und Drogenmafia. Die Ermittler: ein spielsüchtiger Ex-Neonazi mit Telefonsex-Geliebter und ein homosexueller Deutsch-Türke.

Der Spiegel erkennt in der Inszenierung von Gewalt, Drogenkonsum und Sex zwar Spuren von Schimanski und Goodfellas, ist aber ob eines "Mischmaschs ohne Herz und Hirn" wenig amused: "Das Problem ist, dass all das leere Pose bleibt. Seht her, bei Netflix machen wir den krassesten Scheiß."

Die Süddeutsche stört sich an den Klischees; die Serie von Christian Alvart sei "eher 4 Blocks mit den Mitteln eines Schweiger-Tatorts und mit einer zu großen Vorliebe für dramatische Kamerafahrten". Immerhin hebt der Autor im überzeugenden Ensemble die Frauen hervor, allen voran Anna Maria Mühe und Katrin Sass.

Der Rolling Stone meint, die Serie sei durchaus wirklichkeitsnah und zitiert Hauptdarsteller Fahri Yardim, der von einer radikal humanistischen Anlage spricht: "egal ob Neonaziszene, arabische Clan-Struktur oder Sportfunktionär im Nadelstreifen: Dahinter stehen immer ein Mensch und seine Geschichte."

Die Serie "Dogs of Berlin" – Krimi-Mischmasch ohne Herz und Hirn
8,8
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Kommentare 2
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 3 Monaten

    Danke für die Warnung...

    1. Jan Paersch
      Jan Paersch · vor 3 Monaten

      Mir persönlich gefiel die erste Folge gar nicht schlecht. Guter Rhythmus, gute Spannungskurve. Hätte richtig großartig werden können, hätte man sich auf die Frauenfiguren konzentriert (der Clanchef ist aber auch ganz gut)