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Pop und Kultur

Die schönsten neuen Cover-Songs – part 01

Jan Paersch
Autor für taz, NDR, DLF, Jazz Thing und andere
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Jan PaerschDienstag, 19.10.2021

Coversongs werden nie aus der Mode kommen. Schon Hendrix' Bob-Dylan-Cover "All Along the Watchtower" war im Jahr 1968 schnell beliebter als das Original. Heute werden Playlists wie „Acoustic Covers“ millionenfach abonniert – und wenn junge Skandinavierinnen anfangen, nur mit Westerngitarre Songs großer US-Bands zu klampfen, kennt das Netz kein Halten mehr.

Auch noch größere Bands wie Metallica wissen um die Kraft der Reinterpretation – und bestellten deshalb kürzlich gleich 53 davon für "The Metallica Blacklist", z.B. von Dave Gahan, Juanes und natürlich Weezer und sogar von verdienten Indie-KünstlerInnen wie St. Vincent und Mac Demarco. Sollte man das hören? Auf gar keinen Fall. Miley Cyrus' "Nothing Else Matters" sollte wirklich nur studieren, wer trashige Videos mit miesen CGI-Effekten schätzt.

Aber – es gibt immer wieder Perlen im Klanghaufen – ich werde an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen welche herauspiqen.

Begeistert hat mich – wieder einmal – der polnische Pianist Marcin Wasilewski, seit langem einer der wichtigsten Jazzer Europas. Wasilewski ist noch keine 50 und spielt seit 30 Jahren in unveränderter Triobesetzung. Die drei können sich dessen rühmen, was die Kritik "blindes Verständnis" nennt. Schon im Jahr 2008 hat mich Wasilewski mit seiner Version von Prince' "Diamonds and Pearls" zu Tränen gerührt. Soeben erschien das Album "En Attendant" (schöne Story dahinter: das Trio wartete im Studio auf einen Saxophonisten und spielte spontan ein paar Songs ein) und darauf der unsterbliche Doors-Hit "Riders on the Storm" als instrumentales Cover. Wie macht Wasilewski das? Mit diesem unfassbar feinfühligen Anschlag einen so bekannten Song zu spielen, und dabei so zu variieren, dass es nicht in Kaffeeketten-Beliebigkeit abdriftet? Ich habe keine Ahnung. Aber ich empfehle Kopfhörer.

Nächste Empfehlung. Auch Jason Isbell hat Metallica gecovert (und einen passablen Job gemacht), aber es soll hier um sein Album "Georgia Blue" gehen. Darauf: ausschließlich Georgia-bezogene Songs (u. a. von James Brown und R.E.M.), die Einnahmen gehen an gemeinnützige Organisationen in dem südlichen US-Bundesstaat. Isbell, ein Countrysänger mit Rock-Neigung, ist sicher kein Otis Redding, aber er verleiht "I've Been Loving You Too Long" Punch und diesen „Southern Swagger“, einen schwer zu beschreibenden Sound, den es vielleicht nur da unten gibt: ein bisschen dreckig, tief in Soul und Blues wurzelnd, gitarrenlastig, aber bei aller Liebe zum Solo nicht muckerhaft. Isbells "In Memory of Elizabeth Reed", mit dem er sich vor der Southern Rock-Ikone Allman Brothers Band verneigt, liebe ich noch ein kleines bisschen mehr, aber die zwölf Minuten sind manchen dann vielleicht doch zu lang. Entscheidet selbst!

Die schönsten neuen Cover-Songs – part 01

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