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Pop und Kultur

Chen Qiufan: Chinas neuer Science-Fiction-Prophet

Fabian Peltsch
Musikjournalist

Fabian Peltsch lebt und arbeitet in Peking und Berlin und schreibt regelmäßig für Rolling Stone, Musikexpress, Mint, Gründerszene, RADII, Fluter und die Berliner Morgenpost. Er interessiert sich vor allem für globale Popkultur-Perspektiven jenseits von World-Music-Klischees.

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Fabian PeltschSonntag, 28.03.2021

Spätestens seit dem Erfolg von Liu Cixins "Three Body Problem", das auch auf Obamas Leseliste stand, ist Science-Fiction in China allgegenwärtig. Was einst eine Nischen-Subkultur mit einem kleinen Kreis von Hardcore-Fans war, hat sich zu einer 10-Milliarden-Dollar-Industrie entwickelt, inklusive Filmen, Büchern, Videospielen und Themenparks. Auch die Tech-Industrie und selbst die Regierung nutzen die Popularität des Genres mittlerweile, um ihre Agenda vom technologischen Sprung nach vorn zu pushen. Liu Cixin vergleicht die Stimmung in China mit den USA nach dem Zweiten Weltkrieg, als "Wissenschaft und Technik die Zukunft wunderbar erscheinen ließen". Doch es gibt auch in China Menschen, die den technologischen Fortschritt als fragwürdig, bedrückend, gar beängstigend erleben. Der Schriftsteller Chen Qiufan gilt spätestens seit seiner Eco-Dystopie "Die Siliziuminsel" als ihr Chronist. 

Der in Schanghai lebende 40-Jährige mit den ebenmäßigen, fast Cyborg-artigen Gesichtszügen, hat diesen Monat ein gemeinsames Buch mit dem KI-Guru und Bestseller-Autor Kai-Fu Lee angekündigt. In "AI 2041" werden Science und Fiction sprichwörtlich miteinander verbunden. Lee analysiert den Stand der Technik, Chen spinnt all die potenziellen Möglichkeiten der KI zu zehn Geschichten weiter, die sich unter anderem um "genetisches Handlesen" oder eine komplett "kontaktlose" Gesellschaft drehen.

Vor seiner Karriere als Schriftsteller hat der "William Gibson of China" selbst in der Tech-Industrie gearbeitet, unter anderem beim führenden chinesischen Suchmaschinen-Anbieter Baidu. Das "Wired"-Magazin hat ihm nun einen langen Artikel gewidmet. In dem "Sci-Fi Writer or Prophet? The Hyperreal Life of Chen Qiufan" betitelten Text erklärt er unter anderem: 

We turn to algorithms for all the answers: where to eat, what to watch, who to love. The tech industry has learned how to monetize not only consumer goods but also experiences, attention, relationships. In many ways, we’ve become just like our devices—efficient, optimizable, operating faster than ever, caught in the endless churn of increasing productivity. But nobody knows to what end.

"Die Siliziuminsel" wurde bereits ins Deutsche übersetzt, ebenso einige KurzgeschichtenMenschen, die mehr über die boomende chinesische Science-Fiction-Szene erfahren möchten, können das auch im toll gestalteten "Kapsel"-Magazin tun. Die in Berlin herausgegebene DIY-Zeitschrift veröffentlicht regelmäßig Geschichten namhafter Autoren auf Chinesisch und Deutsch. 

Chen Qiufan: Chinas neuer Science-Fiction-Prophet

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