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Pop und Kultur

Charlotte Gainsbourg as Bloody Valentine

Mascha Jacobs
Journalistin und Mitherausgeberin von Pop. Kultur und Kritik
Zum piqer-Profil
Mascha JacobsFreitag, 17.11.2017

Charlotte Gainsbourg hat heute ihr sechstes Album "Rest" veröffentlicht. Doch bevor die Geschichten über die Trauer um ihre Schwester, die sie auf dem Album verarbeitet, alles überlagern werden, will ich aus den vielen schönen Liedern des Albums ein weniger Trauriges herauspicken. "Bloody Valentine", die zweite Singleauskopplung. Sie begleitet mich schon seit Wochen. Ich glaube, weil sie so schön bombastisch und gleichzeitig simpel produziert ist und sehr vertraut klingt. "Irgendwie ist das Lied fast zombiemäßig vertraut, als hätte man alle Elemente schon tausendmal gehört, nur hier sind sie besonders gut gemischt", schreit mir eine Freundin ins Ohr, während wir das Lied nachts in der Bar schon zum dritten Mal hören und etwas zu exaltierte Roboter mimen, die tanzen. Ungefähr so wie Pascale Ogier in "Le Nuits de la pleine lune" von Éric Rohmer, fiel mir erst später auf. Im Video, um das es hier eigentlich gehen soll, tanzt Charlotte Gainsbourg mit ihrem imaginären Ehemann und Freund Dev Hynes aka Blood Orange, selbst ein begnadeter Songwriter. Hier darf er nur tanzen. Komponiert hat Charlotte Gainsbourg "Bloody Valentine" mit SebastiAn, bei anderen Liedern auf "Rest" hat sie mit Guy-Manuel de Homem-Christo von Daft Punk zusammengearbeitet. Und irgendwie schwant mir, dass SebastiAn Elemente von Daft Punk imitiert hat und Charlotte Gainsbourg diese Einzelteile dann besonders gut nebeneinander gestellt hat. Bis alles genauso war, wie es sein musste.


Charlotte Gainsbourg as Bloody Valentine

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Kommentare 3
  1. Martin Böttcher
    Martin Böttcher · vor mehr als 4 Jahre

    Ich höre die ganze Zeit den Soulwax Remix. Dabei ist das Original ja viel schöner :-)

  2. Jan Paersch
    Jan Paersch · vor mehr als 4 Jahre

    In welcher Bar darf man denn so einen Song drei Mal hören? ;-)

    1. Mascha Jacobs
      Mascha Jacobs · vor mehr als 4 Jahre

      Lieber Jan, das muss mein Geheimnis bleiben.

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