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Pop und Kultur

Bling Bling and beyond: Die dicken Goldketten des Hip-Hop

christina mohr
Freie Autorin

Geboren in Frankfurt, heute wieder dort lebend und arbeitend - hauptberuflich für einen Sachbuch- und Wissenschaftsverlag, daneben als freie Autorin für Magazine wie Spex, Missy Magazine, Konkret, Die Anschläge, kaput-magazine.com, melodiva.de, culturmag.de.

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christina mohrFreitag, 09.09.2022

Wissen Sie, was Grillz sind? So nennt man die oft aufwendig verzierten Schmuckstücke, die wie ein Kühlergrill über den Zähnen getragen werden. Die ältesten Grillz fand man bei Ausgrabungen in Gizeh, sie werden auf das 16. Jahrhundert vor Christus datiert. Doch hier soll es nicht um Preziosen ägyptischer König:innen gehen, sondern um den Schmuck von Hip-Hop-Stars und -Fans, der wegen seiner exorbitanten Größe und seinem Hang zu Gold und Glitzer gerne als Bling Bling bezeichnet wird. Man denke beispielsweise an Kanye Wests berühmte Kette mit Jesus-Anhänger, Neneh Cherrys und Roxanne Shantés riesige (Fake-)Gold-Ohrringe in den Achtzigern oder fette Brillantringe mit Dollarzeichen. Und natürlich Grillz, vom Zahnarzt Eddie Plein in den Achtziger Jahren als Zahnschmuck für Hip-Hopper erfunden – mit großem Erfolg: Von Just-Ice über Chuck D bis Nelly trugen/tragen alle mit Begeisterung Brillanten über ihren Kauleisten. Die kasachisch-amerikanische Musikjournalistin Vikki Tobak hat für den Taschen Verlag den angemessen dicken Bildband "Ice Cold" zusammengestellt, der einerseits zum nostalgischen Schwelgen einlädt – aber auch den Versuch unternimmt, die Faszination von Hip-Hop-Künstler:innen mit dem gigantischen Geschmeide zu erklären. Denn natürlich geht es um mehr als nur um das Schmücken an sich: Für den aus Jamaica stammenden Londoner Hip-Hop-Star Slick Rick sind die dicken Ketten und Ringe wie ein "superhero suit", wie er es in einem ausführlichen Text erklärt. Nachzulesen im Guardian als Vorabdruck aus dem Buch, das Mitte September erscheint. Slick Rick erwähnt außerdem, dass das Tragen von solch auffälligem Schmuck immer auch Gefahr bedeutet: "When it comes to jewellery and hip-hop, there was always danger. You might get robbed. You might get hurt. You might even get killed." 

Die in Detroit als Kind von Immigranten aufgewachsene Vikki Tobak interessiert sich auch für die Beziehung zwischen den Rapper:innen und Juwelier:innen, die die Schmuckstücke – oftmals exklusive Auftragsarbeiten –herstellen.

"Viele der Juweliere sind selbst immigriert oder die Kinder von Migranten", sagt Tobak. "Ich fand es spannend, wie sich die Mentalitäten der Künstler und der Juweliere ähneln", so die Journalistin. Reichtum aufzubauen, ein Vermächtnis zu hinterlassen oder die Community zu pflegen, seien Ideen, die die Hip-Hop-Kultur mit jener von Migranten gemeinsam hätten.

"Ice Cold" ist präsentables Coffee-Table-Book und soziokulturelle Studie in einem und dürfte mit einigen Vorurteilen rund um "Bling Bling" aufräumen.

Bling Bling and beyond: Die dicken Goldketten des Hip-Hop

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