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piqd

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Montag, 12.09.2016

Bio-Medien: Du bist, was du liest.

piqd-Geschäftsführer Marcus von Jordan, hat sich einige grundsätzlich Gedanken gemacht zur Nachhaltigkeit im Journalismus und zieht Parallelen zur Umweltbewegung in den 80ern. Heute wie damals stehen wir an einem Punkt, an dem es ohne die Politik kein Weiterkommen gibt. 

Dabei geht es weniger um Subventionen für malade Verlage, sondern nicht zuletzt um den Umgang mit Facebook. Das Unternehmen sträubt sich nachhaltig, publizistische Verantwortung zu übernehmen, obwohl der Einfluss von Facebook auf die öffentliche Meinungsbildung inzwischen mindestens so bedeutsam ist, wie der Einfluss der größten Zeitungen. Facebook ist ein Medienunternehmen - egal, wie sehr  Mark Zuckerberg auf das Gegenteil besteht. Der Streit um das mehrmals gelöschte Kriegsfoto der norwegischen Zeitung Aftenposten in der vergangenen Woche, ist dafür nur der jüngste Beleg.

Aber nicht nur der Staat ist gefragt, auch wir als Nutzer müssen umdenken. Ein nachhaltiger Medienkonsum ist möglich - und die Lektüre dieses Textes ein Anfang. 

Bio-Medien: Du bist, was du liest.
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Kommentare 2
  1. Leopold Ploner
    Leopold Ploner · vor 11 Monaten

    Keine Frage, die Idee der Bio-Medien - also dem Äquivalent zu Bio-Lebensmitteln - hat viel Charme. Ich sehe hier allerdings eine große Schwierigkeit. Bei Lebensmitteln ist es noch relativ einfach zu definieren, was Bio ist. Auf Grund dieser Definitionen wurden dann auch gesetzliche Rahmenbedingungen, Auszeichnungen und Förderprogramme definiert. Aber wie soll das bei Medien funktionieren? Natürlich, Du und ich haben gewisse Vorstellungen davon, was "gute" Medien sind. Aber das sind ehrlich gesagt nur persönliche Vorlieben, keine allgemeinen Maßstäbe. Andere wollen vielleicht Compact, Prisma oder Free Mind unter Artenschutz gestellt sehen. Wer soll das entscheiden?

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor 11 Monaten

      Da spricht du einen ganz wesentlichen Punkt an. Ich würde heucheln, wenn ich behaupte, darauf Antworten zu haben. Aber ich halte es nicht für unmöglich, Maßstäbe und Kriterien zu finden. Bei Fragen der Weltanschauung müssten wir sicher damit leben, dass es auch Medien geben wird, die Bio sind, obwohl sie sich stark von unsere politischen Orientierung unterscheiden. Was klar nicht geht (und damit den Großteil der oben beschriebenen Publikationen ausschließt) sind ein allzu selektiver und kreativer Umgang mit Fakten und stumpfer Populismus. Der Beginn einer Diskussion über derlei Kriterien, wäre alleine schon ein großer Schritt nach vorne.