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Medien und Gesellschaft

Magdalena Taube
Redakteurin
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piqer: Magdalena Taube
Sonntag, 03.07.2016

Zizek über #Brexit: "Manchmal muss man die Meinung der Mehrheit mißachten".

Der Brexit sorgt allenthalben für Unruhen, nicht zuletzt unter linken Intellektuellen, die das Europa-Projekt schon immer promotet haben, die aber auch Demokratie-Apologeten sind. Kann man das in diesem Fall nun gleichzeitig sein? Ein Demokratie- und Europa-Befürworter?

Beim Brexit-Referendum hat der Demos entschieden: Europa soll es nicht sein. Der Philosoph Slavoj Zizek, der zu besagten linken Intellektuellen zählt, meint dazu in einem Beitrag, der bei openDemocracy (oD) erschienen ist: “Sometimes one has to violate the will of the majority”. Der oD-Redakteur Benjamin Ramm meint etwas erstaunt dazu:

"His “emancipatory vision” is no longer about liberation from oppression, but about liberation from politics itself. If Europe does have a “unique contribution”, as Žižek terms it, maybe it is this “sense of an ending” described by Hegel (his favourite philosopher); of the longed-for deliverance from the weight of history, to a realm beyond the burden of ideology."

Zizek über #Brexit: "Manchmal muss man die Meinung der Mehrheit mißachten".
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Kommentare 4
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor mehr als einem Jahr

    Ich schätze Zizek sehr für seine Fähigkeit, Anspruch und Unterhaltung zu kombinieren und dabei immer wieder den Türen in Denkräumen zu öffnen, die vorher verschlossen waren. In letzter Zeit scheint die Provokation aber vermehrt zum Selbstzweck zu verkommen.

  2. Friederike Knüpling
    Friederike Knüpling · vor mehr als einem Jahr

    Könnte man sagen: Falls die Stimmen tatsächlich gegen Europa abgegeben wurden, dann war das Referendum selbst schon ziemlich post-politisch; falls es gegen die EU war, war es gegen Post-Politik?

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor mehr als einem Jahr

      Gute Frage. Wichtige Unterscheidung.

  3. Gurdi (Krauti)
    Gurdi (Krauti) · vor mehr als einem Jahr

    Es ist schon ein wenig befremdend wenn eine Stiftung mit dem Namen "Opendemocracy" dafür wirbt, die Meinung der Mehrheit zu missachten.