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Medien und Gesellschaft

Simon Hurtz
SZ-Journalist, Bildblogger, Vielleser

Mag es, gute Geschichten zu erzählen.
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Mag es gar nicht, in der dritten Person über sich zu schreiben.

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piqer: Simon Hurtz
Montag, 07.12.2015

Wie Journalisten versuchen, Jugendliche anzusprechen – und dabei scheitern

Also wenn die Tagesschau ein Mensch wäre, wäre das ein Mann, um die 55. Dunkelblauer Anzug, weißes Hemd, blaue Krawatte, schicke Schuhe. Ja, weil das seriös und elegant ist und Lebenserfahrung, dadurch ein bisschen Älter. Mit dem ich mich nicht unterhalten kann, weil er mich wegargumentiert.

Das sagt eine 18-jährige Studentin über die Tagesschau. Für die öffentlich-rechtlichen Medien ist das ist ein Problem. Man kann ihnen das Bemühen nicht absprechen, ihre Nachrichten in sozialen Medien zu verbreiten und eine jüngere Zielgruppe bei YouTube für Politik zu interessieren – nur wollen die gar nicht, dass "ihre" Netzwerke plötzlich gekapert werden:

Für mich ist Instagram mehr so: Leute teilen ihren privaten Inhalt. Und Tagesschau so bei Instagram. Keine Ahnung, ob ich das so gut finde.

Vielleicht ist das ein Grund, warum WDR #3sechzich gar nicht und heute+ nur eingeschränkt funktioniert. Bleibt die Frage: Was ist die Alternative und wie kann man es besser machen?

Wie Journalisten versuchen, Jugendliche anzusprechen – und dabei scheitern
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Kommentare 4
  1. Timmy Hack
    Timmy Hack · vor fast 2 Jahren

    Ich muss gestehen, ich mag den Account und die Beiträge in meinem Instagram-Feed, weil sie die Themen knackig und anschaulich auf den Punkt bringen. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt ;-)

  2. Alexander Krützfeldt
    Alexander Krützfeldt · vor fast 2 Jahren

    Hi Simon. Ich weiß, das ist vielleicht nicht ganz unaufwändig, aber mich würde sehr deine Meinung dazu interessieren - auch wegen der Frage, die du am Ende stellst: Wie siehst du das, als Profi?

    1. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      - "Man muss die Leser da abholen, wo sie sind", ist eine üble Floskel - aber sie stimmt.
      - Das heißt: Für jeden Kanal braucht es ein eigenes Konzept, ein spezielles Format, die richtige Tonalität. Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat etc. haben alle unterschiedliche Regeln, die man verstehen und anwenden muss.
      - Was definitiv nicht funktioniert: Youtube-Stars kopieren. Die sind erfolgreich, weil sie (scheinbar?) authentisch sind oder zumindest so wirken. Eine solche Ansprache funktioniert für (öffentlich-rechtliche/anspruchsvolle) Medien nicht.
      - Es gibt etliche Best-Practice-Beispiele, wie Medien auch junge Leser erreichen, ohne inhaltliche Qualität zu opfern: AJ+, Vox.com, Quartz, Fusion, The Atlantic, Mic oder auch Buzzfeed (ganz viel guter Journalismus!). Daran orientieren!

    2. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      Hallo Alexander, bitte entschuldige die verspätete Antwort. Ich hatte die Mails abbestellt, die mich bei Reaktionen auf meine Piqs informieren, und sehe deine Frage erst jetzt.

      In der Tat ist die Antwort auf die Frage nicht einfach. Ich würde sogar behaupten, dass es darauf nicht die eine Antwort gibt - und wenn ich sie kennen würde, könnte ich damit sehr viel Geld verdienen.

      Einige spontane Gedanken in Stichpunkten:
      - Die Homepage ist nicht tot, aber insbesondere für junge Leser verliert sie an Bedeutung.
      - Medienmarken werden generell unwichtiger. Auf Facebook und anderen Plattformen stellt sich jeder selbst sein Medienmenü zusammen (bzw. bekommt es algorithmisch serviert), in dem viele verschiedene Quellen durcheinander gewirbelt werden.
      (tbc. wegen Zeichenbegrenzung)