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Medien und Gesellschaft

Wie Expertïnnen die Gefahr digitaler Desinformation einschätzen

Simon Hurtz
Journalist, Dozent, SZ, Social Media Watchblog

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Simon HurtzMontag, 26.07.2021

In zwei Monaten wird in Deutschland gewählt. Ich fürchte, dass wir bis dahin noch einiges von "Fake News" lesen werden. Damit meine ich aber weniger die Lügen und Gerüchte an sich, sondern den Begriff – den ich fast schon als Desinformation empfinde.

Der Ausdruck mag sich in manchen Kreisen etabliert haben, ich halte ihn nach wie vor für ungenau und problematisch. Das war eine der Antworten, die ich Fiete Stegers im vergangenen Jahr gegeben habe, als er nach meiner Meinung zu digitaler Desinformation befragt hat. Damit bin ich aber nicht allein: Fast alle der insgesamt 63 Menschen, deren Einschätzungen Fiete eingeholt hat, lehnen den Begriff "Fake News" ab.

Das ist eines der Ergebnisse der Studie "Desinformation in Deutschland", die Fiete im Auftrag der Vodafone Stiftung erstellt hat. Befragt wurden Faktenchecker, Forschende, Fachjournalistinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die zentralen Ergebnisse fassen Max Hoppenstedt und Ann-Katrin Müller für den Spiegel zusammen:

  • WhatsApp gilt als wichtigstes Netzwerk für die Verbreitung von Desinformation, der Abstand zu Facebook und YouTube ist aber gering.
  • Generell halten die Befragten die Gefahr, die von Messengern ausgeht, für unterbewertet und unterbelichtet. Insbesondere Telegram kommt hier eine entscheidende Rolle zu, da die Betreiber kaum eingreifen.
  • Nur eine Minderheit glaubt, dass sich Fehlinformationen signifikant auf das Ergebnis der Bundestagswahl auswirken können. Es gehe eher um die langfristigen Folgen: "Desinformation führt zu Polarisierung, zur Radikalisierung Einzelner und zum Glaubwürdigkeitsverlust von Medien", sagt Fiete.
  • Auf jeder zweiten Podiumsdiskussion wird "mehr Medienkompetenz" gefordert, oft geht es dabei um Schulunterricht. Tatsächlich müsste es solche Weiterbildungen auch für Seniorïnnen geben: Drei Viertel der Befragten halten das Risiko für besonders groß, dass ältere Menschen auf Lügen und Gerüchte im Netz hereinfallen.
  • Auch seriöse Medien tragen ihren Teil dazu, dass sich Desinformation verbreitet. Immer wieder wollen sie Lügen oder Gerüchte widerlegen – und machen das so ungeschickt, dass die Falschbehauptungen hängenbleibt: "Etablierte Medien sind in der Verantwortung – sie verschaffen Falschinformationen mitunter ein Vielfaches an Reichweite und sorgen dafür, dass sie auch Menschen erreichen, die sonst damit nicht in Berührung kommen."

Update: Mittlerweile wurde die gesamte Studie veröffentlicht, hier gibt es alle Ergebnisse als PDF.

Wie Expertïnnen die Gefahr digitaler Desinformation einschätzen

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Kommentare 1
  1. Der Barde Ralph
    Der Barde Ralph · vor 2 Monaten

    Ein interessanter Artikel, nur wird dem geneigten Nutzer von Medien nicht gesagt, wie er denn richtig von falsch unterscheiden,
    beziehungsweise, wem er denn nun trauen könne, bis auf den Hinweis, dass Bildung dabei eine große Rolle spielt.

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