Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Medien und Gesellschaft

Mayte Schomburg
Initiatorin und Vorsitzende von Publixphere e.V. & Affiliate am Berkman Center for Internet & Society at Harvard University
Zum piqer-Profil
piqer: Mayte Schomburg
Montag, 13.11.2017

Wie die SZ zum Adressaten für die Panama und Paradise Papers wurde

Wer hat sich schon mal die Frage gestellt, wie ausgerechnet die Süddeutsche Zeitung zur Anlaufstelle für Leaks wie die Panama und Paradise Papers wurde? Dieser kurze, spannend geschriebene Artikel des New Yorker versucht hierauf eine Antwort zu geben, und irgendwie fühlt sich das allein schon an wie eine Art Ritterschlag für die SZ (nicht, dass sie es nötig hätte). Die Quelle der Panama Papers hatte bereits einige andere internationale Outlets angesprochen, bevor er Bastian Obermayer von der SZ einige Dokumente zukommen ließ. Laut Obermayer waren die Inhalte dieser Dokumente an sich noch keine Geschichte wert. Aber der Name "Mossack" sagte ihm etwas: Jürgen Mossack war ein in Bayern geborener Anwalt, der Anfang der 60er Jahre mit seinem Vater, der in der Waffen SS gedient hatte, nach Panama ausgewandert war. Obermayer wusste auch, dass die Kanzlei Mossack Fonseca unter extremer Geheimhaltung agierte. Aufgrund dieser Zusammenhänge nahm er die Papers ernst. Und so kam es, dass die SZ zum Schlüsselakteur einer internationalen Kooperation im Rahmen des Investigative Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) wurde. So erzählt es der New Yorker.

Wie die SZ zum Adressaten für die Panama und Paradise Papers wurde
7,5
6 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Kommentare 1
  1. Bernd Oswald
    Bernd Oswald · vor 3 Tagen

    mir ist der Artikel auch vor ein paar Tagen untergekommen und ich fand die Außenperspektive sehr interessant: Wie nimmt ein US-Medium die SZ und ihre investigative Arbeit wahr? Der Artikel ist ja fast schon ein SZ-Porträt mit viel Vorgeschichte. Die Frage, wie die SZ zum Adressaten der Panama Papers wurde, streift der Artikel dagegen nur am Rande finde ich. Man erfährt da nicht viel mehr, als dass der Informant John Doe es eben schon erfolglos bei anderen Medien versucht hatte. Und man muss aufpassen Panama Papers und Paradise Papers nicht zu verwechseln. Im Artikel geht es tatsächlich um die Panama Papers und jetzt sprechen wir über die Paradise Papers. Die hat die SZ wohl einfach gekriegt, weil sie das mit den Panama Papers so gut gemacht hat.