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Medien und Gesellschaft

Simon Hurtz
SZ-Journalist, Bildblogger, Vielleser

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piqer: Simon Hurtz
Samstag, 20.02.2016

Wer Björn Höcke verstehen will, sollte dieses Portrait lesen

Je krasser die Aussagen wurden, mit denen Björn Höcke provozierte, desto mehr Journalisten beschäftigten sich mit dem Chef der AfD Thüringen. Auch ich habe einen Text gepiqd, der sich mit seinen rassistischen Theorien auseinandersetzt.

Aber dieses Portrait ist anders. Der Zeit-Reporter Karsten Polke-Majewski ist neun Jahre lang zusammen mit Höcke zur Schule gegangen - und hat damit einen völlig anderen Zugang zu einem der derzeit umstrittensten Politiker in Deutschland. Diese Steilvorlage verwandelt Karsten Polke-Majewski zielsicher.

Am Anfang fragt er sich:

Was ist seit diesem Foto von 1991 mit uns geschehen? Mit Björn Höcke, mit mir, mit den anderen? War er schon immer so und ich zu blind, es zu erkennen? Oder war er damals anders und hat sich so sehr gewandelt? 

Der Text ist deshalb so stark, weil er nicht urteilt, sondern abbildet, was ist. Als ich ihn auf Twitter geteilt habe, schrieb ich:

Vielleicht der beste Text, den ich dieses Jahr über Höcke und die AfD gelesen habe.

Dabei bleibe ich. Und empfehle ergänzend einen weiteren Artikel von Zeit Online. Christian Fuchs und Martin Machowecz analysieren Höckes Hetze aus juristischer Perspektive. Am Ende zitieren sie einen ehemaligen Fraktionskollegen:

Einmal habe Höcke ihn gefragt: Oskar, meinst du, wir schaffen das? Helmerich sagt: "Damals dachte ich noch, er meine den Aufbau der AfD." Später sei ihm klar geworden: "Der wollte wissen, ob wir es schaffen, eine Revolution in diesem Land anzuzetteln."
Wer Björn Höcke verstehen will, sollte dieses Portrait lesen
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Kommentare 12
  1. Michael Lemster
    Michael Lemster · vor fast 2 Jahren

    Ich persönlich finde den Artikel irrelevant. Er erklärt etwas, das nicht erklärt werden muss und keine zwingende Logik hat. Meine Mutter war Flüchtling, ist Hals über Kopf vor den Russen weggerannt, hat Flüchtlingstreffen besucht und war dennoch frei von Revanchismus. Jahrelang hat sie bei Terre des Hommes mitgearbeitet. Meine Schwiegermutter war Flüchtling. Beide Frauen haben sich Flüchtlingen gegenüber nie anders als mitfühlend gezeigt. – Ich würde lieber mal was lesen, das erklärt, warum in der Kommunikation mit der AfD alle bürgerlichen und liberalen Kräfte bisher versagt haben, und wo die Politik-Berater von Herrn Gabriel und Herrn Oettinger waren, bevor diese Herren sich zu ihren unbeherrschten und nicht zielführenden Aussagen gegenüber AfD-Politikern verstiegen haben.

    1. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · vor fast 2 Jahren

      Ich stimme Ihnen zu. Das wirkt alles nur noch hilflos und verzweifelt.

  2. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor fast 2 Jahren

    Guter Text! Lesenswert übrigens das Geschrei, das Pegida-Frau Tatjana Festerling auf Facebook um den Text und die Nachfragen der ZEIT macht:" (function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.3"; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));
    Das ist so irre, das muss geteilt werden! Lest bitte alle diesen Fragebogen der deutschen Wochenzeitung ZEIT, dann wisst...Posted by Tatjana Festerling on Montag, 15. Februar 2016

    1. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · vor fast 2 Jahren

      Naja, ich lese permanent irgendwelche Psychograme über Leute aus der AFD, wie erfolglos und korrupt die Führungspersönlichkeiten sind und was die auf Facebook posten.

      Zwischendurch gibt es noch ein paar Armageddon-Szenarien, Verstrickungen mit Pegida und soziologische Untersuchungen über die "besorgten Bürger".

      Ganz ehrlich, für mich ist dass alles Klatsch und Tratsch.

    2. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      "Dann wisst Ihr, wie weit die Diktatur in diesem Land fortgeschritten ist. Che stronzo sei, vaffanculo!"
      Ach, ¯\_(ツ)_/¯

    3. Peter Schwede
      Peter Schwede · vor fast 2 Jahren

      @Simon Hurtz Bitte nicht nur Schulterzucken. Das sieht keiner.

  3. Peter Schwede
    Peter Schwede · vor fast 2 Jahren

    Boa, was interessiert mich, was für Bäche durch sämtliche Zwischenstationen und Heimatorte plätschern! Relevanz?

    Höcke hat also ostpreußische Verwandte, die ihm aus irgendeinem Grund stolz davon erzählt haben. Das hat Höcke aus Angst, nicht akzeptiert zu werden, in der Schule zurück gehalten. Toll. Das wahrscheinlichste wurde nun bestätigt.

    Der Piqer könnte ruhig mal mehr über den Inhalt schreiben, damit ich keine Zeit verschwenden muss.

    1. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      Ich glaube, wir haben ein unterschiedliches Verständnis davon, was ein Piq leisten soll. Ich empfinde es nicht als meine Aufgabe, Ihnen das Lesen zu "ersparen". Meine Piqs sollen auf Texte aufmerksam machen, die ich für lesenswert halte. Wenn der Teaser neugierig macht, habe ich alles erreicht, was ich will.
      Wenn Sie das anders sehen, empfehle ich Ihnen, meine Piqs zukünftig einfach auszublenden und zu ignorieren. Zum Glück gibt es eine entsprechende Funktion.

    2. Peter Schwede
      Peter Schwede · vor fast 2 Jahren

      @Simon Hurtz Dann ist PIQD eine Werbeplattform?

    3. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      @Peter Schwede Nein. Piqd ist eine Plattform, auf der Menschen Links teilen, die ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdienen. Nicht umsonst heißt es hier: www.piqd.de/about
      "Wir respektieren unsere Quellen und feiern unsere Fundstücke."
      Ich möchte, dass sich die Piqd-Nutzer mit den Inhalten auseinandersetzen, die ich hier empfehle. Wenn Sie mundgerechte Zusammenfassungen erwarten, sind Sie in meinem Kanal falsch.

    4. Peter Schwede
      Peter Schwede · vor fast 2 Jahren

      @Simon Hurtz Danke, dass Sie überhaupt auf meinen Kommentar reagieren.

    5. Simon Hurtz
      Simon Hurtz · vor fast 2 Jahren

      @Peter Schwede Gern. Freut mich, dass wir uns konstruktiv unterhalten können, auch wenn wir unterschiedliche Ansichten haben.