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Medien und Gesellschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Donnerstag, 01.09.2016

Und schon wieder eine neue Plattform, für die Verlage kostenlos Inhalte produzieren: Amazon Echo.

Die Geschichte von Amazon's Echo ist untypisch für unsere schnelllebige Zeit. Der smarte, schwarze Lautsprecher-Zylinder, in dem die künstliche Intelligenz Alexa wohnt (die auf Sprachbefehl Einkäufe tätigt, Bücher vorliest oder Podcasts abspielt), ist etwas, dass man in der Musik als „Grower" bezeichnet. Anfangs (Verkaufsstart: November 2014) weitgehend ignoriert, entwickelte sich das Produkt erst langsam zum Hit. Zwischen einer und drei Millionen Geräte sollen inzwischen verkauft worden sein (die Schätzungen variieren, Amazon selbst äußert sich nicht dazu). Bis Ende 2017 wird mit zehn Millionen verkaufter Einheiten gerechnet. 

Damit ist es Amazon gelungen, nach ihrem „Everything Store", eine weitere reichweitenstarke Plattform zu bauen. Und wie alle Plattformen, braucht Echo nun Inhalte, die Amazon natürlich nicht selbst produzieren möchte. Also sind die Verlage gefragt. Die bekommen für ihre Arbeit zwar mal wieder kein Geld, aber immerhin ein paar Schlagzeilen in Branchenmedien (wie dem hier verlinkten Nieman Lab) und ein paar Auftritte auf Innovations-Konferenzen. Ihr merkt: Ich bin noch skeptisch. Aber vielleicht muss ich die neuen Angebote erst einmal selbst erleben, um zu verstehen, warum sich Verlage auch noch auf diesem Nebenkriegsschauplatz tummeln wollen. Aktuell wird das Echo nur in den Vereinigten Staaten und Kanada vertrieben. 

Warum ich den Text dann überhaupt empfehle? Gerade weil man Amazon's Echo hierzulande noch nicht testen kann, helfen die detailliert beschriebenen Beispiele erster News-Produkte der Washington Post, Refinery29 und NBC dabei, das Innovationspotenzial des Geräts (Multitasking) zumindest zu erahnen. Und alleine schon als weiterer Beleg für den Einzug künstlicher Intelligenz und digitaler Assistenten in unsere Heime und Hirne, ist das Echo ein paar Minuten Lese- und Denkzeit wert. 

Und schon wieder eine neue Plattform, für die Verlage kostenlos Inhalte produzieren: Amazon Echo.
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Kommentare 3
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor etwa einem Jahr

    Gibts auch ein Bio-Echo?

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor etwa einem Jahr

      HahahahahahaNO!

  2. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor etwa einem Jahr

    Nick Quah sieht die Sache etwas optimischer, wie er im sehr empfehlenswerten Newsletter HotPod schreibt:
    "I’m personally pretty bullish on the possibilities afforded by voice-based/audio-first computing and the way in which the Echo paves for a whole new way in which information can be transferred digitally, and I’ve been utterly fascinated by the number of news organizations that have begun dabbling with the platform. (A partial list of dabblers: NPR, Slate, the Wall Street Journal, Newsy, Refinery29, Bloomberg, TMZ, and, excitingly, local NBC affiliates.)"