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Medien und Gesellschaft

Florian Meyer-Hawranek
Head of Content, PULS

Redakteur bei PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks | u.a. für den Podcast "Einfach machen" und die Reportagereihe "Die Frage" | davor: Reporter für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für quer | unterwegs in München, im Netz und in Lateinamerika

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piqer: Florian Meyer-Hawranek
Mittwoch, 26.10.2016

Songtext-Analyse: Kann Deutschrap überhaupt ohne Beleidigung?

Gegen Schwule, gegen Frauen, gegen Behinderte: Kann Deutschrap überhaupt ohne Beleidigung?

„Bitch: Fresse! Bevor ich dir den Sack in den Mund presse!" Als Kool Savas 2000 diese Zeile im Song „Lutsch mein Schwanz" rappt, ist das einer der ersten Momente, in dem sich Leute in Deutschland fragen: Darf der das? Ist das nicht zu krass?

Und das fragen sich die Leute zum Teil heute noch. Aber ist die Musik 16 Jahre danach immer noch dieselbe? Oder hat sich auch der Deutschrap selbst verändert?

Matthias Scherer wühlt sich in seiner lesenswerten Analyse durch Songtexte und untersucht, wie häufig auf den erfolgreichsten Deutschrap-Alben der letzten 16 Jahre diskriminierende Zeilen gerappt wurden. Seine These: Mehr Mainstream, weniger Diskriminierung — je erfolgreicher HipHop über die Jahre wurde, desto weniger wurde beleidigt. Auch weil einige Fans, Booker, Manager oder die Künstler selbst das nicht mehr wollten. Aber stimmt das? Wie politisch unkorrekt ist Deutschrap heute wirklich?

In seiner Analyse geht Scherer ins Detail — für homophobe, rassistische, frauen- und behindertenfeindliche Begriffe. Und wer lieber hört als liest, findet hier die Podcast-Version.

Songtext-Analyse: Kann Deutschrap überhaupt ohne Beleidigung?
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Kommentare 2
  1. Nils Pickert
    Nils Pickert · vor etwa einem Jahr

    Bisschen enttäuschend. Also nicht dein piq sondern der Beitrag. Dass Savas nicht nur mit LMS um die Ecke kam, sondern im Urteil klargestellt hat, dass das was Eko macht "nicht korrekt ist wie Behindertenwitze", hätte man mal erwähnen können. Sookee (also dezidiert antirassistischer, antisexistischer Rap) wird komplett unterschlagen. Und dass Rassismus nicht nur ist, wenn irgendwer die N*Bombe dropt, sondern auch wenn arabischstämmige Rapper die Frankfurter Börse in den Händen "der Juden" wähnen, kommt auch irgendwie unter die Räder. Schade, hätte der BR mehr draus machen können.

    LG
    Nils

    1. Florian Meyer-Hawranek
      Florian Meyer-Hawranek · vor etwa einem Jahr

      Hallo Nils,

      Sookeee kommt tatsächlich nicht in der Analyse vor - im Podcast zum selben Thema (www.br-online.de/podcast/m...) ist sie aber drin.
      Zur deiner Anmerkung zur Analyse selbst: Da stimme ich dir zu. Beleidigungen gehen viel weiter und tiefer als es einzelne Begriffe ausdrücken können. Die Textanalyse greift da zu kurz - die rein quantitative Auswertung gibt ingesamt aber immerhin eine interessante Richtung vor. Darauf weißt auch der Autor immer hin. Etwas klarer wird das denke ich noch in dem Podcast... vielleicht hörst du mal rein.

      Gruß, Florian