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Medien und Gesellschaft

Christian Fahrenbach
Journalist. In New York.
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piqer: Christian Fahrenbach
Sonntag, 22.05.2016

Sie nennen es "Die New York Times der Zukunft"

Wie schaut sie aus, die Zukunft des Journalismus? Die Sehnsucht nach einer Antwort (in der Regel tatsächlich genau dies: eine einzige Universallösung) ist groß. Und bei der Suche nach dieser Antwort wird auf keine andere Tageszeitung lieber geschaut als auf die New York Times. Oft wird dabei vergessen, dass sich der Backnanger Bote (bzw. irgendein anderes Lokalmedium) vielleicht nicht so wahnsinnig viel von einem der größten und besten News-/Medienunternehmen mit 100 Millionen Unique Visitors abschauen kann.

Trotzdem ist dieser Text hier hilfreich, denn er enthält übertragbare Anregungen dazu, wie sich Haltung und Prozesse in Medienhäusern sinnvoll ändern können. Für die ohnehin sehr häufig interessante Medien-Seite poynter (auch mit tollem Newsletter, Signup ist ganz unten rechts) hat Benjamin Mullin ein internes Memo ausgewertet, in dem Executive Editor Dean Baquet die Richtung für die nächsten Jahre vorgibt.

Drei Kernthesen daraus: Schluss mit Chronistenpflicht; mehr Visuelles, weniger Texte; neue vertiefende Rubriken wie z. B. Klimawandel oder Gesundheitssystem, die nicht in die bestehenden Bücher (Politik, Lokales, etc.) eingebunden werden müssen.

Das Mosaik, als dass die Times von außen erscheint, bekommt mit diesem Memo ein weiteres Steinchen hinzugefügt. Zur Vertiefung ist auch ein Blick auf das Research & Development Lab dort interessant (hier ein Interview mit deren Leitern von, ähm, mir) - genauso wie eine generelle Haltung, die mir in einigen Gesprächen mit Times-Mitarbeitern in der letzten Zeit auffiel: Nachgedacht wird vor allem darüber, wie Gewohnheiten geschaffen werden, die mit der Times verbunden werden können. Es geht nicht mehr nur darum, die Nachrichten zu transportieren, sondern die Kreuzworträtsel für zwei Minuten Wartezeit auf die U-Bahn anzubieten, den Cocktail-Bar-Guide für die Happy Hour mit den Kollegen, das Kochbuch für den Abend, usw. usw. 

Sie nennen es "Die New York Times der Zukunft"

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