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Medien und Gesellschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Freitag, 20.11.2015

Schweiz: Neue App für mehr Direktdemokratie.

Der Schweizer Daniel Graf ist ein Experte für Online-Kampagnen. Aus dem despektierlich betitelten Klicktivismus ist in vielen Ländern ein ernstzunehmender politische Machtfaktor geworden. Nun möchte Daniel mit einer über Crowdfunding finanzierten App besonders linksliberalen Schweizern ein Tool an die Hand geben, mit dem sie bequem per Handy an Referenden teilnehmen können - Direktdemokratie to go. 

Die Idee ist spannend und verdient alleine schon ein paar Zeilen und Gedanken. Noch bemerkenswerter finde ich allerdings diesen Passus in der Berichterstattung der NZZ, in dem der Politologe Lukas Golder zitiert wird: 

In den sozialen Netzwerken gebe es eine Tendenz in Richtung Emotionalisierung und Schwarz-Weiss-Denken. «Das kommt den politischen Polen zugute, wenn sie mittels Referenden und Initiativen Opposition betreiben.»

Es klingt nach gedanklicher Gemütlichkeit, den sozialen Medien eine (Mit)Schuld an der besorgniserregenden gesellschaftlichen Polkappenbildung zu geben aber obwohl scheinbar schon so viel (und so viel verzichtbares) dazu geschrieben wurde,  fangen wir erst an zu begreifen, in welcher Wechselwirkung soziale Medien und Gesellschaft zueinander stehen. 

Schweiz: Neue App für mehr Direktdemokratie.
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor mehr als einem Jahr

    hast du das gemeldet bekommen...