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Medien und Gesellschaft

Bernd Oswald
Autor, Trainer und Trendscout für digitalen Journalismus
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piqer: Bernd Oswald
Donnerstag, 08.03.2018

Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Community aufbauen, personalisierte Angebote machen

Auf dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) wird viel herumgehackt, gerade jüngere Leute wenden sich von ihm ab. Der Reformdruck ist enorm, speziell, was Formate, Distribution, aber auch politischen Einfluss betrifft. Markus Heidmeier macht auf Zeit Online eine kluge Bestandsaufnahme, woran es beim ÖRR hakt:

Ein Apparat aus überkomplexen Strukturen, intransparenten Prozessen, fragwürdigen politischen Verflechtungen und nicht zuletzt Spitzenjournalisten in Managementrollen leidet nun unter Innovationsblockaden, mittelmäßigen Angeboten, sinkender Akzeptanz in der Bevölkerung und dadurch wiederum an den Debatten über das System, das er sichern sollte.

Er beschränkt sich aber nicht auf die Kritik am System, sondern richtet mit konkreten Reformvorschlägen den Blick nach vorne, die sich unter dem Oberbegriff einer öffentlich-rechtlichen Community zusammenfassen lassen:

  • den Nutzern personalisierte Angebote machen
  • die enorme Reichweite der ÖRR auch Dritten wie dem Goethe-Institut oder der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung stellen
  • ein interdisziplinäres Board aus Wissenschaftlerinnen, Systemfunktionären, Rundfunkräten, Politikerinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft soll den Erneuerungsprozess entwerfen und steuern
  • Veranstaltungen nahe an den Zielgruppen, etwa Regionalkonferenzen, Town Hall Meetings mit Spitzenfunktionären, Studien, Workshops und Entwicklungscamps
  • Pilotprojekte jenseits der Systemlogik, d. h. ÖRR-Mittel für interne oder externe Start-ups und journalistische Non-Profit-Projekte

Heidmeier sieht dafür einen Zeitfenster von etwa zehn Jahren, weiß aber auch, dass die Beharrungskräfte des Systems sehr groß sind.

Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Community aufbauen, personalisierte Angebote machen
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