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Medien und Gesellschaft

Johannes Kram
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piqer: Johannes Kram
Sonntag, 27.01.2019

Rechtspopulismus und der WDR: Wie ein Sender journalistische Grundsätze als Notlüge missbraucht

Fehler passieren, aber was der Hörfunksender WDR5 sich im Fall des Interviews mit dem Rechtspopulisten David Berger geleistet hat, dürfte wohl schon jetzt als einer der journalistischen Tiefpunkte des Jahres feststehen. Doch noch schlimmer als die verharmlosende und die Hörer über die Aktivitäten des Gesprächsgastes im Unklaren lassende Talksendung ist der Umgangs des Senders damit. Wider besseren Wissen berief man sich auf journalistische Grundsätze und erklärte, man habe Berger eingeladen, um mit ihm als strittigen Gast ein diskursives Gespräch zu führen. Dabei war der Talk längst aufgezeichnet, und wie später jeder hören konnte, war genau das Gegenteil der Fall. Und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, behauptete der Senderchef Florian Quecke dann noch, man habe in diesem biografischen Format die Radikalisierung Bergers aufzeigen wollen, dabei machte sich WDR-Talker Ulrich Horstmann alle Mühe, diese eben aus der Sendung herauszuhalten. Was das alles mit dem Kokainskandal von Christoph Daum zu tun hat, habe ich in meiner BILDblog-Kolumne aufgeschrieben.

Rechtspopulismus und der WDR: Wie ein Sender journalistische Grundsätze als Notlüge missbraucht
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