Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Medien und Gesellschaft

Magdalena Taube
Redakteurin
Zum piqer-Profil
piqer: Magdalena Taube
Mittwoch, 06.04.2016

Nachdenken über Nutzerzahlen: "Wir sind Redakteure, keine Algorithmen"

Westliche Medien standen nach den Terrorattacken von Lahore in der Kritik, darüber weniger ausführlich berichtet zu haben als über die Anschläge von Brüssel. Eine Rechtfertigung dafür war die Auswertung der Nutzerdaten – selbst wenn eine Story über Lahore der große Aufmacher auf der Startseite war, fand sie nur wenig LeserInnen.

Chris Moran, audience editor beim Guardian, nimmt dieses Argument auseinander. Er denkt, dass Daten schlichtweg mehr über Nutzerverhalten aussagen. Klar zeigen sie, dass Geschichten über Kim Kardashian immer und viel gelesen (bzw. geklickt) werden. Aber sie zeigen auch, dass bei Veröffentlichungen zum Thema UK-Haushaltsplan eine der häufigsten Suchanfragen auf Google war: "Was ist der Haushaltsplan?". Genau hier sollten Redakeure ansetzen, wenn sie sich Nutzerzahlen anschauen.

Ein kurzer Text mit vielen Beispielen, der einen anderen Blick auf die Debatte um Nutzerzahlen und Klickhörigkeit im Journalismus zulässt.

Nachdenken über Nutzerzahlen: "Wir sind Redakteure, keine Algorithmen"
8,8
6 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Kommentare 1
  1. Christoph (Krauti)
    Christoph (Krauti) · vor mehr als einem Jahr

    Das bedeutet doch, dass ich mit dem Guardian über meine Suchanfragen kommunizieren kann. Ich habe es mal versucht und folgende Anfrage bei Google eingegeben:

    Hey Guardian, please write me an e-mail to johrich72@googlemail.com

    Dann aus der Google-Ergebnisliste einen Treffer angeklickt, der zum Guardian führt.

    "Message sent"