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Medien und Gesellschaft

Magdalena Taube
Redakteurin
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piqer: Magdalena Taube
Freitag, 07.06.2019

Krieg der Bilder? Wie Fotos aus Syrien sich auf den tödlichen Konflikt auswirken

Sterbende Kinder nach einer Giftgas-Attacke. Offensichtlich braucht der Westen solche Bilder, um im Syrienkrieg aktiv zu werden. Im Netz kursieren die schrecklichen Fotos zuhauf – oftmals ohne Kontext, kein Fotograf*innenname, keine Zuordnung der Opfer oder des Ortes. Der Medienforscher Enrico De Angelis nennt solche Bilder "orphan images". Er argumentiert in diesem Long Read, dass im Netz ein großes, kontroverses Archiv dieser Bilder entstanden ist. Wie geht die syrische Zivilgesellschaft mit der Existenz dieser Bilder um? Hier gibt es eine kontroverse Debatte. Auf der einen Seite stehen Aktivist*innen, die die Gräueltaten des Krieges dokumentieren wollen, auf der anderen Seite stehen Akteure, die in den kursierenden Bildern nur eine weitere Stufe der Ausbeutung durch den Westen sehen. De Angelis arbeitet diesen Diskurs ungeheuer detailreich auf, lässt syrische Akteure ebenso zu Wort kommen wie Stimmen aus der aktuellen Bildtheorie und -forschung.  

Krieg der Bilder? Wie Fotos aus Syrien sich auf den tödlichen Konflikt auswirken
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