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Medien und Gesellschaft

Bernd Oswald
Autor, Trainer und Trendscout für digitalen Journalismus
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piqer: Bernd Oswald
Montag, 18.04.2016

Ist es ok, Gerüchte zu veröffentlichen, wenn man sagt, dass es Gerüchte sind?

Mir sind drei Texte untergekommen, die sich alle mit der Frage beschäftigen, wie schnell und warum Journalisten (speziell in Newsrooms) ungeprüfte Behauptungen oder Gerüchte verbreiten. Fréderic Filloux führt das in seiner Mondaynote auf Klickgier zurück, die zu Anzeigeneinnahmen führen. Der Guardian führt das auf den hohen Konkurrenzdruck zwischen den Medien zurück. Den besten Artikel dazu – den ich hier verlinke – hat Guardian-Mitarbeiter Martin Belam geschrieben. Er findet es okay, auch virale Inhalte zu posten:

I think it is fine to frame these things as “Someone posted this to the internet, and loads of people are chatting about it. It’s interesting. You might like it."

Das stelle ich hier mal zur Diskussion ... Um Martin Belam aber kein Unrecht zu tun: Er stellt schon auch klar, dass man so was dann nicht als wahre Tatsache hinstellen soll, solange man es nicht verifiziert hat. Hilfreich sind Belams Empfehlungen, wie Journalisten schon beim Schreiben die Karriere ihres Artikels in den sozialen Netzwerken einkalkulieren sollen. 

Ist es ok, Gerüchte zu veröffentlichen, wenn man sagt, dass es Gerüchte sind?
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