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Medien und Gesellschaft

Magdalena Taube
Redakteurin
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piqer: Magdalena Taube
Mittwoch, 17.02.2016

Hate Speech: Warum der Mob in den sozialen Medien gewinnen wird

In diesem Text rechnet Tilman Baumgärtel mit dem Mob im Netz ab. Oder besser gesagt: Er streicht die Segel. In Anlehnung an den französischen Soziologen Gustave Le Bon, der bereits 1895 die Psychologie der Massen untersuchte, sieht Baumgärtel keine Rettung mehr für den Diskursraum Internet. Die Masse ist eigentlich ein Mob. Er streift Theorien und Ansätze (Yochai Benkler, Clay Shirky etc.), die im „Smart Mob“ einst positives Potenzial erblickten: "Als Beweis dienten nichthierarchische, dezentral mithilfe des Internets organisierte 'Crowds' wie Attac, Occupy, die Piratenparteien oder der Arabische Frühling." Doch alles passé. Das Bildungsbürgertum wird sich zurückziehen und Sascha Lobo in seinem Kampf gegen die Trolle nicht unterstützen. (Hinweis: Lesen Sie auch diesen Piq von Frederik Fischer, der die Schrei-/Schweigespirale erklärt.)

Hate Speech: Warum der Mob in den sozialen Medien gewinnen wird
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Kommentare 16
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    aus dem artikel: "Die BRD-Wohlstandsbürger, die in den sozialen Medien zu verbalen Amokläufern werden, machen letztlich auch den Blütenträumen vom Netz als Debattenfreiraum und Medium der Kooperation ein Ende."
    zusatz: haben gemacht. fast vollständig. schade.

    1. Peter Schwede
      Peter Schwede · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      Ich denke, die Flut an hatespeech ist nur temporär. Da sind viele Internetskeptiker gestrandet, die erstmal laufen lernen müssen. Am Ende wird sich die Nettikette durchsetzen, denn alles andere ist zu instabil. Trolle wird es aber trotzdem immer geben.

    2. Christoph Z
      Christoph Z · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Peter Schwede "Trolle wird es immer geben"

      Wäre ich mir nicht so sicher. Civil Comments TM könnte die Lösung gefunden haben: https://civilcomments.com

    3. Magdalena Taube
      Magdalena Taube · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Christoph Z auch interessant in diesem zusammenhang: https://coralproject.net von der New York Times und Washington Post.

    4. Christoph Z
      Christoph Z · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Magdalena Taube Da rennen Sie bei mir offene Türen ein. Schauen Sie doch mal im Forum von coralproject (https://community.cora...) vorbei. Da wird über Lösungen diskutiert. Es könnte da aber noch etwas mehr los sein. Sie brauchen den Input von Journalisten, Lesern, Redakteuren, Verlegern etc.

    5. Magdalena Taube
      Magdalena Taube · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Christoph Z Ja! Auf jeden Fall, ich habe die Macher des Coral Projects kürzlich kennengelernt - und gerade an Feedback oder auch Input aus Deutschland sind sie sehr interessiert.

    6. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Magdalena Taube Johrich debattiert dort schon fleißig mit

    7. Christoph Z
      Christoph Z · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Gurdi (Krauti) aka Christoph ;-)

    8. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Christoph Z Oh ja sry^^

    9. Magdalena Taube
      Magdalena Taube · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Christoph Z Ich denke, das Coral Project sollte mein nächster (oder übernächster) Piq werden. Im Sinne des konstruktiven Journalismus :)

    10. Peter Schwede
      Peter Schwede · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      @Christoph Z Interessanter Ansatz. Der Verlangt aber eine Leistung von den Nutzern. Nur wenige lesen sich gern alle Kommentare durch und betreiben mehrere Bewertungsabwägungen am Stück.

  2. Christoph Z
    Christoph Z · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    Es werden andere soziale Medien kommen auf die der Vorwurf nicht mehr zutreffen wird. Problem erkennt, Problem gebannt. So einfach das Handtuch zu werfen, das ist schwach.

    1. Michael Lemster
      Michael Lemster · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      Ich sehe es ähnlich. Es sind letztlich die Betreiber der jeweiligen "Betriebs-Systeme", die bestimmen, was auf ihrer Website passieren darf und was nicht. Wenn FB bestimmt: auf meinen Seiten darf gehetzt werden, dann wird dort eben gehetzt. Die technisch-redaktionellen Lösungen, die den Unflat effektiv unterbinden, sind einfach. (Details gern bei mir: 0172-8409781) Nur werden sie aus Gründen des Marketings zu selten eingesetzt.

  3. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    Seltener erwähnt im Kontext Massenpsychologie, aber ausgezeichnet als Einstieg, ist Aldous Huxley's "Brave new world revisited"
    http://www.huxley.net/...

    1. Magdalena Taube
      Magdalena Taube · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

      danke!

  4. Michael Lemster
    Michael Lemster · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    Hübsch gemacht, aber nicht restlos überzeugend. Was der Autor beschreibt, ist nicht "das Internet", sondern ein, leider wichtiger Teil desselben: Facebook und die Meinungs-Spalten der Internet-Presse. Außerdem bleibt er den Beweis schuldig, dass alle akephal organisierten Bewegungen im Internet gescheitert seien.

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