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Medien und Gesellschaft

Bernd Oswald
Autor, Trainer und Trendscout für digitalen Journalismus

Digital Resident aus Leidenschaft. Aber ohne dabei betriebsblind zu sein. Seit 2000 bewege ich mich als Journalist und als Trainer an den digitalen Schnittpunkten von Politik, Medien und Gesellschaft. Nützliche Links habe ich schon immer gerne geteilt.

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piqer: Bernd Oswald
Montag, 28.09.2015

Facebook ist zur Contentschleuder-Feedreader App geworden

Facebook hat schon viele Abgesänge überstanden und ist immer noch der Inbegriff für den Gattungsbegriff der sozialen Netzwerke. Bullshit - wenn es nach Frieder Krauss von den Blogrebellen geht. Sozial ist bei Facebook nix mehr, findet er. Persönliche Interaktion gibt es kaum noch. "Von 100 Beiträgen in meinem News Stream wurden nur 4 von echten, mir persönlich bekannten Menschen verfasst und veröffentlicht. 4%. Die restlichen 96% sind News, Werbung, Artikel, Zeugs, professionelle Inhalte", schreibt Krauss. Auch wenn es bei mir nicht so krass ist, stimme ich Krauss alias Flodoard Quolke zu: Interaktion zwischen Freunden ist bei Facebook ins Hintertreffen geraten, eher ist es ein persönlicher Feedreader - und kein besonders komfortabler. Krauss' Gedanken sind nachvollziehbar und pointiert aufgeschrieben. Vor allem seine Abschlussmetapher finde ich sehr treffend. Aber lest selbst...
Facebook ist zur Contentschleuder-Feedreader App geworden
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Kommentare 3
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor etwa 3 Jahren

    ...hätte gern 2x geklickt...geiler Artikel!

  2. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor etwa 3 Jahren

    Ich finde Artikel schwierig, die aus der eigenen Erfahrung solche Thesen ableiten. Für mich funktioniert Facebook zum Beispiel besser, seit der Fokus mehr auf professionellen Inhalteanbietern liegt. Kann mich noch an Zeiten erinnern, als ich vor lauter Babyfotos kaum noch eine Schlagzeile entdecken konnte. Zudem hat das eigene Verhalten schon immer noch einen großen Einfluss. Ich like selten kommerzielle Anbieter aber häufig Inhalte von "echten" Freunden. So entsteht bei mir ein Stream der eher nach 40/60 als nach 4/96 aussieht.

    1. Bernd Oswald
      Bernd Oswald · vor etwa 3 Jahren

      klar, Facebook sieht bei jedem ein bisschen anders aus - auch wegen des undurchschaubaren Algorithmus. Aber genau das ist das Problem, dass meinen seinen Stream so schlecht steuern kann und sich mit Listen behelfen muss, um wirklich Relevanz reinzubringen.