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Medien und Gesellschaft

Dieter Nuhr: Der alte weiße Mann und das Meer der Ignoranz

Jan Freitag
Volontariat, Arbeit, Leben
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Jan FreitagSamstag, 17.09.2022

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen gilt seit einiger Zeit als linksliberale Medieninsel. Die Mehrheit der Beschäftigten ist den Grünen weitaus näher als der CDU. Seit dem Abschied der Generationen Gerhard Löwenthal, Heinz-Klaus Mertes oder Siegmund Gottlieb sind konservative Stimmen so rar, dass ein Entertainer in die rechte Bresche springen muss.

Dieter Nuhr.

Frisch aus der Sommerpause zurückgekehrt, hat die Frankfurter Rundschau seine Satire-Show Nuhr im Ersten durchanalysiert und kommt zu einem Urteil, das kein gutes Haar am 61-jährigen Comedian macht, der seit Jahren seine Verachtung für Diversität, Feminismus, Greta Thunberg und überhaupt alles zelebriert, was seine Privilegien infrage stellen könnte.

Dass er dabei in drei Minuten all das mit Füßen tritt, für das Menschen eintreten, die auf die strukturelle Diskriminierung marginalisierter Gruppen hinweisen und einen respektvolleren Umgang der Menschen in der Gesellschaft herbeiführen möchten, ist dem Kabarettisten herzlich egal.

Der FR-Beitrag ist also ein Kommentar auf den alten weißen Mann und sein Meer der Ignoranz. Vor allem aber stellt er eine Medienanalyse dar, die bei aller Wut reich- und stichhaltig ist.

Dieter Nuhr: Der alte weiße Mann und das Meer der Ignoranz

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Kommentare 26
  1. Jan Freitag
    Jan Freitag · vor 2 Monaten

    Kompromissvorschlag des piqers: Weil die Abgrenzung vom vermeintlich Fremden eine Grundkonstante menschlicher Zivilisationen ist, gibt es auch Schwarzen Rassismus. Er hatte und hat für die Betroffenen historisch gesehen nur keinerlei Auswirkungen, bleibt also in Ermangelung zugehöriger (Über-)Machtsystem ohnmächtig. Umgekehrt gilt: Wenn Weiße Opfer von Rassismus werden wie beim nationalsozialistischen Slawenhass, wird er nicht mit der Hautfarbe gerechtfertigt, sondern anderweitig konstruiert. In jedem Fall gilt, dass sich Dieter Nuhr - im besseren Fall aus Dummheit, im schlechteren aus Ignoranz - keiner soziokulturellen, geschweige denn philosophischen Debatte verpflichtet fühlt, sondern einzig und allein dem Applaus seiner Zielgruppe, die ungefähr deckungsgleich mit dem jener der Bild-Zeitung sein dürfte.

    1. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      Warum sollte der schwarze Rassismus auf die Betroffenen keine Auswirkungen haben? Die afrikanischen Könige und Stammesführer hatten reale, fürchterliche Macht. Die Nachfahren der von den Oba-Königen geraubten und verkauften Sklaven verlangen gerade Anteile an den Beninbronzen - die aus den Bezahlungen für die Sklaven finanziert wurden.

      "Aus einem ganz anderen Teil der Welt meldeten jüngst Menschen ein aus ihrer Sicht legitimes Anrecht auf die Miteigentümerschaft an den Benin-Bronzen an: Nachfahren der Sklaven in den USA. Eine von ihnen ist Deadria Farmer-Paellmann. Die Juristin hat im Jahr 2000 die „Restitution Study Group“ in New York gegründet. Dieses Institut bewegt in den USA einstige Profiteure der Sklaverei, mehrere Millionen Dollar für Bildung und Sozialleistungen der Afroamerikaner etwa über Stiftungen einzuzahlen. Darunter sind Bankhäuser wie JP Morgan Chase oder Bank of America, Eisenbahnunternehmen oder Tabakkonzerne.

      „Die ursprüngliche Anzahl der Versklavten beträgt zwölf Millionen Menschen. Heute sind es mehr als 40 Millionen Nachfahren in den USA“, sagt Farmer-Paellmann mit Hinweis auf damals erfasste Schiffsladungen und auf Erbgutanalysen. Wie viele davon über den zum Königreich Benin gehörenden Hafen Ughoton verschifft worden sind, sei nicht nachvollziehbar. Sie gibt aber zu bedenken: „Wichtig ist, das Königreich von Benin war am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt.“

      Beweis dafür sind ihr insbesondere die weltweit bewunderten Bronzen, die aus europäischen Metallen gegossen worden sind. Das Material wurde von den Portugiesen und später anderen europäischen Händlern gegen Sklaven eingetauscht. Daher hat sie bereits das Miteigentum der Sklavennachfahren daran in einigen amerikanischen Museen angemeldet.

      Jüngst wandte sie sich auch an die Public Park Stiftung des Horniman Museums in London, die Rückgaben erwägt. „Wir bitten Sie, die Übertragung dieser Relikte nicht zu genehmigen – sie sind das Vermögen und Vermächtnis von Sklavennachkommen, nicht der Sklavenhändler“, heißt es in dem Schreiben. Ihre Kinder und deren Familien sollten Zugang zu den Objekten haben. Sie sollten wissen, dass Benin mit Waffen aus diesem Handel Dörfer überfallen hat, Menschen umbrachte und raubte, um sie zu versklaven oder bei höfischen Ritualen zu opfern. „Wenn die Menschen diese Geschichte kennen würden, sie würden keine einzige Bronze zurückgeben wollen“, ist sich die Initiatorin des Briefes sicher."

      https://www.welt.de/ku...

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      Siehe auch hier die Diskussion über Postkolonialismus und Rassismus zw. Afrikanern und Indern oder auch zw. Indern selbst.
      "Your book is an ambitious attempt to make sense of African-South Asian relations with a focus on the post-colonial entanglements between the two."
      https://africasacountr...

      https://www.stonybrook...

  2. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 2 Monaten

    Selbstverständlich gab und gibt es "Rassismus gegen Weiße", zum Beispiel in Form der Slawenfeindlichkeit: https://de.wikipedia.o...

    Warum ist das kein Unpiq?

  3. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

    "Rassismus gegen Weiße" - uiui. Da hat aber jemand so garkeine Ahnung von Rassismus-Definitionen.

    und der FR-Artikel hat recht:

    "Denn während Dieter Nuhr seinem Publikum den vollen Sermon präsentiert, was man heute ja nichts mehr sagen darf, befinden sich alle Beteiligten noch immer in einem Fernsehstudio, in dem aufgezeichnet wird" und darf munter genau das sagen.
    Sehr laut sogar.

    1. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      Nun ja, Definitionen sind keine Wahrheiten. Sie dienen dazu innerhalb von Glaubens und Denksystemen Begriffe festzulegen. Es gibt keine unabhängige Instanz, die da Schiedsrichter ist. In Diktaturen kann man natürlich versuchen Definitionen als wissenschaftliche Wahrheiten festzulegen. Aber das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Wenn man nun Rassismus so definiert, dass es Rassismus gegen Weiße nicht gibt, dann ist das letztendlich ein Zirkelschluß. Sicher ist eine solche Ableitung mit Begriffssystemen logisch machbar, da kann man alles erklären und wegerklären.. Man legt allerdings etwas fest, dass eigentlich erst empirisch zu beweisen wäre. Im Grunde genommen baut man eine Meinungsblase. Wenn man sich dann noch moralisch über die erhebt, die diese Definition als unsinnig empfinden, ihr nicht folgen, dann hat man eine klassische Ideologie.

      Und wenn Nuhr dem Publikum als Satiriker erklärt und sagt, was man alles nicht sagen darf, dann ist das keine Wissenschaft sondern Satire. Man sollte die Ironie zur Kenntnis nehmen. Oder schweigen. Aber das ernsthaft als Beweis für das Böse im alten weißen Mann zu nehmen, das ist absurd. Und zeugt neben bei gesagt nicht von Souveränität.

    2. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass Rassismusdefinitionen beliebig sind?

      Dass Rassismus nicht (!) mit Machtgefälle zu tun hat? Mit Gewalt?

      dann wäre Rassismus nur ein anderes Wort für Beleidigung einer Gruppe...

      und Ihr Satz vom "alles logisch wegerklären" zeugt doch von einer wissenschaftsfeindlichen Haltung, die selbst postmodern relativiert, was sie kritisiert.

      ich sehe übrigens keineswegs "Böses" im 'alten weißen Mann' - nur Ignoranz und beleidigten Trotz.

      Mir ging es darum festzustellen, dass Nuhr wie viele darüber lamentieren, was man alles nicht sagen darf - und genau das aber eifrig tun in prominenter öffentlicher Stelle...

    3. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Definitionen besonders in den Sozialwissenschaften sind natürlich meist interessengeleitet und haben auch etwas mit Machtkämpfen zu tun. Das ist doch klar. Man nennt es Definitionsmacht. Natürlich bedeutet das nicht absolute Beliebigkeit. So weit würde ich nicht gehen. Gewisse Rationalitäten und Brücken in die Wirklichkeit müssen schon gegeben sein.

      Aber natürlich gab und gibt es verschiedene Definitionen/Definitionsmöglichkeiten von Rassismus. Das Konzept und die Wissenschaft ist ja selbst in der Entwicklung, der Begriff ist historisch entstanden. Und täglich grüßt irgendein Rassismusvorwurf in den Medien. Heut wissen wir mehr als früher und in Zukunft mehr als heute. Dazwischen liegen Machtkämpfe zw. verschiedenen Strömungen der Wissenschaft und Gesellschaft. Aber nichts ist endgültig.

    4. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl schon bissl dreist, mein "Rassismus hat was mit Machtgefälle zu tun" in ein "RassismusDefinitionen haben mit Macht zu tun" zu wandeln.

      Aber ok. klar bedeutet Definitionsmacht Macht...
      und wollen jetzt Angehörige der Mehrheitsgesellschaft (=bei uns in Deutschland) bzw. Angehörige der immer noch (über)mächtigen Täter-Gesellschaft (= 'der Weißen') auch noch die Definitionsmacht behalten?

      nein - es ist wie mit der unsäglichen Hufeisentheorie (die auch auf ersten blick so ...logisch klingt):

      es gibt keinen Rassismus gegenüber den (ehemaligen) Tätergesellschaften.
      theoretisch kann es ihn irgendwann geben, in der Zukunft falls sie dann aus Jahrhunderte der Unterdrückung etc. zurückblicken müssten und mit nur geringer Macht ausgestattet wären...
      dann.

      Aber gut:
      selbst wenn wir also beleidigendes herabsetzendes Verhalten gegenüber 'Weißen' auch als Rassismus bezeichnen würden -

      wäre dieser doch zu unterscheiden von dem gegenüber anderen Gruppen, der zusätzlich auf eine Historie der Unterdrückung und Versklavung aufbaut und immer noch gesellschaftlich diskriminiert werden.

      Oder ist für Sie ein rassistisches Verhalten welches etwa "Du Kartoffelkopp" bedeutet, daß gleiche
      wie wenn ein Schwarzer im Auto angehalten wird (weil er schwarz ist) und dieser Angst haben muss, erschossen zu werden?

      Wenn ein 'Deutscher' (zu recht) empört ist, weil gruppenbezogen beleidigt - und Schwarze Eltern ihren Kindern beibringen müssen, dass sie sich besonders vorsichtig und extrem anders verhalten (und sich anziehen) müssen damit sie nicht - in den USA - mit Gerichtlicher Erlaubnis aus 'Angst' eines Weißen auf öffentlicher Straße 'aus Notwehr' erschossen werden dürfen?

      klar extreme Beispiele (=für uns Deutsche).

      Aber selbst bei der von Ihnen derzeit wohl bevorzugten RassismusDefinition gibt es ja doch große Unterschiede.

    5. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Ich finde es schon problematisch Gesellschaften historisch und pauschal in Täter- und Opfergesellschaften einzuteilen. Alle Gemeinschaften oder Gesellschaften haben in ihren Reihen Täter, waren auch Tätergesellschaften. Die Sklaven in Afrika wurden von afrikanischen Königreichen und Stämmen gefangen und an Europäer oder schon viel länger an Araber verkauft. Große Teile Afrikas waren Sklavenhaltergesellschaften. Es gibt immer noch einen innerafrikanischen Rassismus, in denen hellere arabischstämmige Afrikaner mehr gelten als ihre ehemaligen schwarzen Untergebenen/Sklaven. Was die Schuld der Europäer nicht geringer macht. Aber abgeschafft wurde die Sklaverei auch in Afrika durch Europäer. Die Geschichte ist zu komplex als sie in solche engen Erzählungen von ewigen Opfern und Tätern zu zwängen.

      Und was ich noch sagen wollte - Beispiele sind keine Beweise für pauschale Urteile. Man findet sie für fast alle Gesellschaften und Vorurteile.

    6. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Allein hier bei Wikipedia werden fünf verschiedene Definitionen des Rassismusbegriffes genannt. Und eine bedenkenswerte Kritik zur Verwendung dieses Begriffs. Aber das es keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, habe ich dort nicht entnommen.

      https://de.wikipedia.o...

    7. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl Vielleicht nicht genau genug gelesen:

      "Rassismus ist eine Ideologie, nach der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale (...) und ausgegrenzt werden." + "...um Genozid zu rechtfertigen".

      Das verknüpft die gruppenbezogene Beleidigung eng mit aus macht geborene Diskriminierung und Unterdrückung.

      und solange Weiße nicht machtlos in einem sie ausgrenzenden Staatsgebilde Gesellschaft leben, gibt es so gesehen keinen Rassismus gegen sie.

    8. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Weiße sind genau so wenig eine homogene Gruppe wie Schwarze etc.. und viele Weiße leben genauso machtlos in sie ausgrenzenden Staatsgebilden. Die Behauptung, es gebe keinen Rassismus gegen Weiße ist im Grunde selbst Rassismus. Wenn auch ein sich antirassistisch gebender.

    9. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl 1. Satz Ja.
      2. Wo bitte gibt es Staatsgebiete die Weiße ausgrenzen? und natürlich gibt es machtlose "Weiße", sie sind aber eben gerade nicht machtlos auf Grund ihrer Hautfarbe.
      3. Da sind wir uns ganz offensichtlich nicht einig.

    10. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Einfach mal in die Zeitung schauen, wo von Abgehänkten, Zurückgelassenen und Chancenlosen geschrieben wird. Das sind in Europa oft Weiße. Und auch als Weißer ohne Pass oder mit dem falschen ist man "ausgegrenzt". Wir haben die Flüchtlinge aus dem Jugoslawienkrieg auch wieder nach Hause geschickt.

      Macht wird nicht über Hautfarbe verteilt. Da wäre Obama nie Präsident geworden - nur mal z.B. (was nicht wirklich was beweist😏). Oder wir hätten in Afrika weiße Präsidenten. Also den Glauben, die weiße Haut verleiht per se Macht, den halte ich für eine aberwitzige Konstruktion. In Afrika liegt die Macht mehrheitlich bei Afrikanern, in China bei Chinesen und in Europa bei Europäern. Auch wenn zwischenzeitlich Kolonialisatoren von außen kamen. Wobei die Mehrheitsethnien oft andere auch ausschließen. Da sind Weiße nicht allein. Was aber hat das mit der Hautfarbe zu tun, speziell der weißen? Wenn etwas Macht verleiht, dann ist es Politik, die Ökonomie und Waffen/Militär. Weiße Russen unterdrücken ihre weißen Nachbarn, ihre ehemaligen Kolonien. Jedenfalls solange sie das militärisch können. Chinesen unterdrücken ihre Minderheiten. Schwarze Diktatoren ihr Bevölkerung, ihre Nachbarn usw. usw. Da ist eine rassistische Begründung natürlich oft hilfreich. Geht aber auch mit anderen Gründen ….

    11. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl "Chancenlosen in Europa oft Weiße" - die haben aber immer noch mehr Chancen als Nichtweiße, darum geht es ja.

      Und "Weiße ohne Pass" werden nicht wegen ihrer Hautfarbe ausgegrenzt.
      und Weiße im Afrika sind immer noch privilegiert und das obwohl (!) sie nicht die Mehrheit stellen.

      Flüchtlinge aus Jugoslawienkrieg ebenfalls nicht.
      Russen unterdrücken Ukrainer nicht wegen Hautfarbe - alles wahr und hier irrelevant.

      Denn die "anderen Gründe" sind eben bei Nichtweißen intersektional.

      (und Unterdrückung erleben Weiße auch nur eben nicht noch zusätzlich aufgrund ihrer Hautfarbe - außer die Nazis haben zb mit großer mühe die Weißen Juden zu einer eigenen Rasse erklärt.)

    12. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Natürlich wurden Jugoslawienflüchtlinge wegen ihrer Herkunft zurückgeschickt. Ist es schlimmer wegen seiner Hautfarbe als wegen seiner Ethnie ausgegrenzt zu werden? Zumal ja auch Hautfarbe auf Ethnien hindeutet. Also wenn die Hautfarbe der Ethnie schwarz ist, dann ist es Rassismus und wenn die ausgegrenzte Ethnie zufällig weiß ist, dann nicht. Was ist das für ein verqueres Denken? Wieso sind Weiße in Afrika gegenüber afrikanischen Machthabern, Stammeschefs oder reichen Familien "privilegiert"?

    13. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl JugoslawienFlüchtlinge sind nicht wegen ihrer Ethnie zurückgeschickt worden (=sonst wäre nämlich zb unterschieden worden zwischen bosnischen Muslimen den eigentlichen Bosnien und bosnischen Serben oder Kroaten, die nur Staatsbürger waren etc.).

      und das ist ja gerade unser zweier Streitpunkt -
      JA werden Gruppen ausgegrenzt die alLe schwarz sind und andere Gruppen die auch weiß sind - dann ist ersteres Rassismus.
      DAS zweite nur in einer Zukunft die seit hundert Jahren sie ausgegegrenzt gedemütigt versklavt und zu Untermenschen erklärt hatte. Ansonsten ist zweites Diskriminierung aufgrund Klassismus oder Sexismus oder Ableismus etc

      Weiße in Afrika sind sogar gegenüber schwarzen Machthabern privilegiert.
      Das Beispiel Südafrika will ich jetzt nicht mal so hervorheben weil extrem (=Weiße sind dort immer noch wohlhabender haben besseren Zugang etc.).

      Aber allein die Aufmerksamkeit die Weiße bekommen wenn sie dort im größeren Stil bedroht wären, = sofort würde eine Weltöffentlichkeit (eine weiß dominierte) sich ...kümmern. (gesehen haben wir das als Weiße Farmer von Schwarzen überfallen wurden).
      Auch würden weiße Flüchtlinge aus Afrika niemals Probleme bekommen nach Europa zu kommen oder sehen Sie das anders?

      das alles muss nicht bedeuten dass Weiße individuell nicht etwa arm schwach verfolgt sein können.
      etwas was ja Weiße in USA immer gern verleugnen - man kann arm schwach ungebildet sein uns dennoch vom Rassismus gegen Schwarze profitieren...

      Aber ok da sind wir uns nicht einig.

      Dass aber nicht jede Diskriminierung weißer Gruppen "Rassismus gegen Weiße" ist, werden auch Sie zugeben oder?

      schönes Wochenende noch...

    14. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Auch nicht jede Diskriminierung nichtweißer Gruppen ist dann Rassismus. Man sollte diesen Begriff, diesen Vorwurf überhaupt sehr, sehr vorsichtig gebrauchen.

  4. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor 2 Monaten

    Wau, der Artikel wäre eine Satire von Nuhr wert ……

    1. Jan Freitag
      Jan Freitag · vor 2 Monaten

      Und wie würde der so ungefähr klingen, lieber Thomas Wahl?

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Jan Freitag Gute Frage. Was sagt man zu völlig humorfreien Moralisten, die große Minderheiten pauschal über einen Kamm scheren sich aber selbst für besonders emphatisch, weltoffen und menschenfreundlich halten? Woher kommt dieser Haß auf ihre Kritiker?

    3. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl große Minderheiten - sollen das die alten weißen Männer sein? hübsche Opferumkehr.
      und wer bitte "hasst" Nuhr?

    4. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Sind Minderheiten pauschal Opfer? Hübsche Weltsicht. In der Tat fast etwas rassistisch oder besser pauschal "Generationshass" …..?

      Na ja, sonst wird ja auch immer gesagt jedes Vorurteil sei z.B. gleich Fremdenhass. Aber wenn man solche Kübel an Verachtung über Nuhr und alte weiße Männer auskippt, dann ist das was? Freundliche Kritik?

    5. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl darum geht es ja: Macht liegt nicht an quantitativer Mehrheit.
      und wer sagt "immer" jedes Vorurteil sei Fremdenhass? Ich nicht und die Mehrheit etwa der Texte auch nicht.

      Und Kritik an Nuhr muss nicht freundlich sein.
      Er hat noch Macht und Sendeformate, ihm wird Meinungsfreiheit gewährt.

    6. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem Nein, Macht liegt nicht an der Quantität. Aber es ging um pauschale Verurteilung. Um pauschales Beurteilen einer ganzen Gruppe wegen ihrer Hautfarbe und wegen ihres Alters.
      Ich dachte übrigens, wir haben alle Meinungsfreiheit? Und die wurde uns nicht gewährt sondern sie ist ein Grundrecht.

      Es stimmt, Kritik an Nuhr muß nicht freundlich sein. Aber man muß ihm auch nicht vorwerfen, seine Logik sei gleichermaßen perfide wie menschenverachtend. Mit diesem nicht satirisch gemeinten Ton wird man leicht selbst menschenverachtend.

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