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Medien und Gesellschaft

Matthias Spielkamp
Herausgeber von iRights.info, Gründer von AlgorithmWatch.org, Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen
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piqer: Matthias Spielkamp
Sonntag, 19.06.2016

Die ethischen Abgründe der Big-Data-Forschung

"Ein Datensatz, den man aus dem Netz herunterladen kann, ist gemeinfrei ("in the public domain"), auch wenn er ursprünglich illegal beschafft wurde, so dass seine Nutzung keiner Genehmigung durch eine Ethikkommission bedarf." Das ist die (natürlich übersetzte) originale Antwort eines Forschers auf die Frage von Kalev Leetaru danach, wie Forscher die ethischen Implikationen von Untersuchungen an großen Datensätzen einschätzen. Der sehr lange, hervorragend recherchierte Beitrag von Leetaru, Senior Fellow am George Washington University Center for Cyber & Homeland Security, liefert ein Panoptikum an Aussagen - und vor allem Aussageverweigerungen - der größten Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der USA zum Thema. Leetarus Fazit: "Es existiert kein eindeutiger Prozess, der es ermöglicht, die ethischen Rechtfertigungen für ein bestimmtes Forschungsprojekt zu prüfen, selbst wenn es von der National Science Foundation aus Steuern finanziert wurde." Ganz abgesehen davon, dass viele davon eindeutig nicht gerechtfertigt werden können und daher nach ihrer Veröffentlichung auch wieder  zurück gezogen wurden, weil es einen Sturm der Entrüstung durch andere Forscher gegeben hatte.

Die ethischen Abgründe der Big-Data-Forschung
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