Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Medien und Gesellschaft

Der Relotius-Abschlussbericht und was sonst noch beim Spiegel falsch läuft

Hristio Boytchev
Journalist
Zum piqer-Profil
Hristio BoytchevSamstag, 25.05.2019

Der Abschlussbericht der Relotius-Kommission ist Pflichtlektüre für alle, die sich für die internen Mechanismen und Probleme eines der wichtigsten deutschen Medienhäuser und den Reportagejournalismus insgesamt interessieren.

Denn der Bericht ist auch schonungslos mit Teilen der eigenen Institution, insbesondere dem Reportage-Ressort Gesellschaft, für das Relotius schrieb. Offenbar hat es seit seiner Gründung eine Sonderstellung, eckt an und ist bei vielen im „Spiegel“ unbeliebt:

Ullrich Fichtner sagte der Kommission: „Wir sind hier reingekommen wie Israel in die arabischen Gebiete und hatten sofort einen Sechstagekrieg.“

Diesen Konflikt gilt es, bei der Lektüre mitzudenken. Das Ressort hat nach dem Bericht auch eine deutlich oberflächlichere Art der Dokumentation bzw. des Fakt-Checkings, die Relotius' Handeln offenbar begünstigt hat.

Was ich sonst interessant fand:

Es gab schon mehrere deutliche Fälschungswarnungen, die nicht beachtet wurden.

Relotius' Beliebtheit führt offenbar in Dokumentation und Redaktion zu mangelnder kritischer Distanz gegenüber seinen Texten.

Viel zu langsam werden Morenos Bedenken ernst genommen:

Besonders schwer wiegt, dass die Verantwortlichen im Gesellschaftsressort keine eigenen Recherchen anstellten, um den Fall aufzuklären.

Zwei Wochen nach Morenos ersten Hinweisen habe das Gesellschaftsressort eine Titelgeschichte „Was der Erde droht“ passieren lassen, mit gefälschten Passagen von Relotius.

Intern gibt die Kommission Empfehlungen ab, etwa die Einführung eines Zeitmanagements:

Dass Reporter wochenlang Zeit haben zu recherchieren und zu schreiben, die Dokumentation aber für große Texte manchmal nur vier Stunden, ist nicht qualitätsfördernd und oft auch nicht nötig.

Zum Reportagejournalismus allgemein heißt es:

Man kann nicht einfach so weitermachen, wenn klar ist, wie anfällig diese journalistische Form für Betrug ist, wie leicht es für Relotius war, damit durchzukommen.

Hier noch der Direktlink zum Bericht und eine Einschätzung auf „Übermedien“.

Der Relotius-Abschlussbericht und was sonst noch beim Spiegel falsch läuft

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Medien und Gesellschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.