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Medien und Gesellschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Freitag, 27.11.2015

Der Digital-Chef der SZ beschreibt, warum wir mehr piqds brauchen.

Stefan Plöchinger treibt um, was uns umtreibt und den Grund lieferte, piqd zu gründen. Und weil Stefan mit Worten deutlich besser umgeht als ich, schweige ich und zitiere. 

Leser im Netz finden Informationen mit ein paar Klicks oder Touches. Aber wissen sie deshalb auch mehr? Viele Menschen schauen zunehmend auf technisch getriebenen Plattformen wie Facebook, Google und Twitter nach, was auf der Welt passiert, und das führt zu grenzwertigen Netzwerkeffekten. Die Leute informieren sich zunehmend in ihrer Filterblase. Auf Facebook bekommen sie Agitatoren gleichwertig neben Journalisten präsentiert. Die algorithmengetriebenen Portale heben Einzelgeschichten stärker hervor als eine umfassende Einordnung aktueller Themen, was die Meinungsbildung verzerrt, aber auch die Wahrnehmung von Medientiteln durch die Leser. (...) Die Folgen für unsere gesellschaftliche Kommunikation sind potentiell immens. Ich glaube nicht, dass wir uns schon ausreichend mit dieser Veränderung der Informationsarchitektur auseinandergesetzt haben.

Wir ignorieren das Problem nun allerdings schon so lange. Da kommt es auf ein Wochenende mehr oder weniger auch nicht an. In diesem Sinne: Erholt euch gut und genießt die Auszeit!

Der Digital-Chef der SZ beschreibt, warum wir mehr piqds brauchen.
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Kommentare 2
  1. Magdalena Taube
    Magdalena Taube · vor fast 2 Jahren

    Filterblasen machen meines Erachtens nur einen kleinen Teil des Problems aus (wer woanders gucken will, der bekommt das als medienmündiger Bürger schon hin). Die Einordnung, die er anspricht, finde ich viel wichtiger und die Frage nach dem Vertrauen. Wer verbreitet die Information und warum?

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor fast 2 Jahren

      Ich halte die Filterblasen inzwischen schon für ein sehr großes Problem und mitverantwortlich für den Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Gerade die geistigen Brandstifter haben ja überhaupt kein Interesse, sich anders zu informieren. Für sie ist Facebook die Erlösung. Endlich haben sie ein Medium gefunden, das ihnen das Gefühl gibt, der Mehrheit anzugehören. Noelle-Neumann's Schweigespiralen-Konzept ist ganz schön oll, aber, angewandt auf personalisierte soziale Medien, kann man durchaus einige ihrer Thesen bestätigt sehen.
      Mehr zur Wirkung der "Schweigespirale" in sozialen Netzwerken: www.faz.net/aktuell/f...