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Medien und Gesellschaft

Rechtspopulismus

AfD und Pegida, Donald Trump: Rechtspopulismus ist wieder salonfähig geworden. Und mit #Brexit haben die Rechtspopulisten schon echte Erfolge einschreiben dürfen - Erklärungen, erschreckende Parallelen und Gefahren.

Weitere Informationen zum Thema Rechtspopulismus

Le Pen und der Front National in Frankreich, Trump in den USA, Wilders in den Niederlanden, #Brexit - der Rechtspopulismus gewinnt in der westlichen Welt an Boden. Mit Pegida und AfD ist der Rechtspopulismus auch in Deutschland wieder salonfähig geworden.

Problematisch wird der Rechtspopulismus vor allem dann, wenn sich Gleichgesinnte zu einer Partei zusammenschließen und in die Parlamente einziehen. Während Pegida e.V. nach internen Querelen und mehreren Ausschlüssen von Vereinsmitgliedern wohl nur noch in seiner Hochburg in Sachsen als Problem gilt, ist die AfD weiter auf dem Vormarsch. In Deutschland hat der Rechtspopulismus mit Pegida und AfD vor allem in den neuen Bundesländern Erfolg. Gefährlich wird es auch, wenn Rechtspopulismus in Gewalt umschlägt: brennende Flüchtlingsheime oder körperliche Gewalt gegen Emigranten sind für Deutschland konkrete Beispiele.

Dieser Erfolg des Rechtspopulismus ist nicht einfach zu erklären. Populisten arbeiten mit Klischees, Vorurteilen und Vereinfachungen und versuchen auf diese Weise Anhänger zu gewinnen. Angefeuert durch die Flüchtlingskrise fürchten viele Menschen um ihren Wohlstand und haben Angst vor einer Überfremdung. Die Rechtspopulisten machen sich diese Ängste zu Nutze und schüren sie weiter durch ihre die Massen ansprechenden Reden und sich wiederholenden Parolen. Dieses Schüren von Ängsten ist ein Erkennungszeichen des Rechtspopulismus.

Populisten allgemein und im Besonderen Rechtspopulisten sehen das "Volk" als homogene Gruppe von Menschen, die einen gemeinsamen Volkswillen haben. Die Populisten sehen sich als die einzigen, die diesen Volkswillen hören und verstehen und umsetzen können.

Rechtspopulismus richtet sich nicht nur gegen Ausländer, sondern gegen Minderheiten allgemein. Auch weitere Randgruppen wie Menschen mit Migrationshintergrund und Homosexuelle werden von Rechtspopulisten ausgegrenzt.