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Medien und Gesellschaft

Publikationen

Beiträge über verschiedenste Publikationen - The New York Times, Buzzfeed, TMZ - und über Podcasts, Reality TV, TV-Segmente uvm.

Weitere Informationen zum Thema Publikationen

Publikationen sind Veröffentlichungen, der Wortstamm kommt vom lateinischen “publicatio” = “Veröffentlichung”. Das bedeutet auch, dass Publikationen stets der Öffentlichkeit frei zugänglich sein sollen. Es gibt viele Kommunikationsformen, die technisch öffentlich sein könnten, es aber nicht sind: Sie werden nur an eine bestimmte Person oder einen Personenkreis adressiert. Es kann sich hierbei um gedruckte Werke, Textnachrichten in Online-Foren mit Zugangsberechtigung oder audiovisuelle Medien handeln. Wenn sie für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich sind, handelt es sich nicht um Publikationen. Dahinter steht eine bestimmte Rechtsauffassung dazu, was öffentlich publiziert werden darf.

Auch Publikationen können sich nur an eine begrenzte Zielgruppe wenden, ohne den Zugang jedoch einzuschränken. Diese Zielgruppe definiert sich selbst durch ihr Interesse an den entsprechenden Publikationen. Grundsätzlich ist der Zugang aber frei. Wenn beispielsweise Fachaufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden, so hat theoretisch jeder Laie dazu Zugang, nur interessieren sich oft weltweit nur wenige Hundert Personen dafür. Dennoch bleiben das durch den unbeschränkten Zugang Publikationen.

Das Medium der Veröffentlichung ist nicht relevant für die Definition, ob es sich um Publikationen handelt. Selbst eine rein mündliche Verlautbarung ohne technische Mittel der Verstärkung und Übertragung in entfernte Gegenden - also der unverstärkt gesprochene Text auf einem Marktplatz - ist eine Publikation, wenn ihn jedermann hören kann. Dementsprechend gab es schon in grauer Vorzeit Publikationen in Form mündlicher Überlieferungen, von behördlichen Verlautbarungen auf Marktplätzen durch Ausrufer und in Form von losen Zetteln oder Anschlägen. Die Ausrufer waren nötig, weil das Publikum über sehr lange Zeiträume gar nicht lesen konnte. Spätere Medien waren Druckerzeugnisse in vielfältigster Form. Die Zeitung, wie wir sie heute kennen, ist mehrere Hundert Jahre alt, erste Zeugnisse gibt es aus dem frühen 17. Jahrhundert. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert kamen Foto, Tonträger und Film hinzu, es folgten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rundfunk und Fernsehen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die digitalen Medien.

Publikationen kommen von Einzelpersonen, Medienunternehmen, Wirtschaftsunternehmen, Vereinen und staatlichen Einrichtungen. Es ist die Tendenz zu beobachten, dass neben dem Inhalt von Publikationen die Wirtschafts- und damit Verbreitungsmacht ihrer Herausgeber über die Wirksamkeit entscheidet. Doch hierzu gibt es Ausnahmebeispiele: Es gibt Publikationen durch sehr starke Verlage, die umfangreich beworben und dennoch kaum wahrgenommen werden, weil das Interesse der Öffentlichkeit an der Thematik zu gering ist, und es gibt umgekehrt gerade in der Online-Ära Publikationen von Einzelpersonen im Internet, die ein unglaublich starkes Interesse auslösen (Millionen von Klicks auf YouTube). Das letztgenannte Phänomen macht sich das virale Marketing zunutze. Es gilt allerdings als schwer steuerbar.

Alle Publikationen müssen grundsätzlich das Urheberrecht beachten. Zudem verbieten praktisch alle Staaten der Welt die Publikation bestimmter Inhalte. Welche Inhalte das sind, hängt von der Staatsdoktrin ab. In demokratischen Ländern sind politisch extreme, herabwürdigende, rassistische, sexistische sowie gewaltverherrlichende Inhalte untersagt. Im Einzelnen gibt es feine Differenzen. Die Publikationen in der deutschen Presselandschaft unterliegen etwas anderen Restriktionen als die Publikationen auf Google. Es ist vorgeschrieben, den Autoren und/oder Herausgeber in einem Impressum zu nennen, die Herkunft öffentlich gemachter Inhalte muss nachvollziehbar bleiben. Diese Vorschriften lassen sich auf legalem Weg auch nicht umgehen.