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Medien und Gesellschaft

Medienpsychologie

Wie stellen wir uns im Netz dar und warum? Wie wirken Medieninhalte? Wie muss Information am Besten weitergegeben werden? Auf diese Fragen hat die Medienpsychologie Antworten.

Weitere Informationen zum Thema Medienpsychologie

Die Medienpsychologie ist ein Fachgebiet der Psychologie, das das Erleben und Verhalten des Menschen in Bezug auf die Mediennutzung untersucht. Ihre Erkenntnisse setzt die Medienpsychologie ein, um das Medienangebot zu verbessern und Menschen im täglichen Umgang mit den Medien und deren Inhalten zu unterstützen.

Medienpsychologie und die allgegenwärtigen Medien

Die Zeitung war das erste regelmäßig erscheinende Informationsmedium; sie gilt als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zur heutigen Informationsgesellschaft. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts eroberten immer neue Medien und Informationskanäle einen Platz inmitten der Gesellschaft: Vom ersten Telefon über E-Mail und Chat, bis hin zu Websites, Onlinezeitungen und den sozialen Medien. Das mobile Internet versorgt die Menschen weltweit und fast flächendeckend mit Informationen in Echtzeit. Damit beeinflussen die Medien das Denken, Fühlen und Handeln der Nutzer in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß. Als Antwort darauf entstand die Medienpsychologie als aufstrebender, junger Zweig der wissenschaftlichen Psychologie.

Medienpsychologie: Kompetenz für Medienmacher und Konsumenten
Die digitale Technik beeinflusst beinahe alle Lebensbereiche. Ein kritischer und kluger Umgang damit ist angezeigt - nicht nur bei Kindern. Welche Menge an Informationen kann ein Mensch täglich überhaupt verarbeiten? Wie finde ich die passenden Kanäle? Welche Informationen erhalte ich und welche Informationen brauche ich? Welche unerwünschten Wirkungen, wie etwa Suchtverhalten, bringt der tägliche Medienkonsum mit sich? Dies sind Beispiele für konkrete Fragen an die Medienpsychologie.

Die Medienmacher profitieren ebenfalls von den Erkenntnissen der Medienpsychologie: Einerseits gibt sie Hinweise zu Inhalten und Design; welche Inhalte erreichen über welchen Kanal die Nutzer am besten? Wie lassen sich neue Nutzer gewinnen und an den Kanal binden? Die Medienpsychologie trägt darüber hinaus zur Verbesserung der Art und Weise bei, wie Informationen weitergegeben werden. So gibt es beispielsweise aktuelle Studien zur Berichterstattung bei Gewalttaten wie Amokläufen oder Terroranschlägen. Journalisten wollen die Bevölkerung informieren, jedoch keine Trittbrettfahrer zur Nachahmung von solchen Taten anregen. Ähnliches gilt für die Berichterstattung im Allgemeinen: Die reine Vermittlung negativer Informationen hinterlässt ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ein konstruktiver Journalismus zeigt Problemfelder auf, sucht nach möglichen Lösungen und stellt Fortschritte und Erfolge ausführlich dar.