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Medien und Gesellschaft

Ruprecht Polenz
MdB d.D.
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piqer: Ruprecht Polenz
Donnerstag, 21.11.2019

Ausgrenzung durchkreuzt die Normalisierungsstrategie der Rechtsradikalen

Wer die AfD ausgrenze, verhalte sich intolerant, verrate die eigenen Werte einer pluralistischen Gesellschaft und sei darüber hinaus strategisch naiv. Schließlich ermögliche diese Stigmatisierungsstrategie der AfD, sich als Opfer eines linken Mainstreams darzustellen und damit auch bei der bürgerlichen Mitte zu punkten.

Abgesehen davon, dass sich die AfD – egal was geschieht – immer als Opfer darstellen wird, weil Opfer niemals schuld sind, zeigt Verena Weidenbach in dem empfohlenen Artikel, dass die Stigmatisierungsstrategie der AfD den angestrebten Weg in die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft bisher verschlossen hat. Strategische Überlegungen der Vordenker der Neuen Rechten belegen, wie sehr diese Ausgrenzung ihr Ziel durchkreuzt, als „bürgerlich“ wahrgenommen zu werden.

„Diese Barriere erschwert die offene Vernetzung der Rechten mit Sympathisanten in westdeutschen Verbänden, Unternehmen und Behörden. Und sie verhindert auf breiter Ebene noch immer, was sich Kubitschek und Co. nach dem Erfolg des Buches Mit Rechten reden so inständig erhofft hatten: "Normalisierungsgespräche", um bestehende Hemmschwellen abzubauen““

Ausgrenzung durchkreuzt die Normalisierungsstrategie der Rechtsradikalen
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Kommentare 5
  1. Hansi Trab
    Hansi Trab · Erstellt vor 19 Tagen · Bearbeitet vor 19 Tagen

    Ein schöner Beitrag. Für mich ergibt sich daraus, dass man nun den Beweis antreten muss, dass diese Ausgrenzung kein "linkes" Projekt, sondern die bürgerliche, bis tief in den konservativen Rand hinein verwurzelte Grundeinstellung ist, die in jeder Gesellschaft vorherrschen sollte, die sich als pluralistisch verstehen möchte. Dass hier zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch eine große Distanz herrscht, zeigt das noch immer reflexartig vorgebrachte Linken- und Grünenbashing der CSU und insbesondere der JU, das sich oftmals nicht trennscharf von den Narrativen der AfD abgrenzen lässt und damit deren Legitimationsansprüchen und Hoffnung auf Hemmschwellenabbau Vorschub leistet.

    Um das auf eine analytische Ebene zu heben, böte sich damit folgende Hypothese an:

    wenn die Stigmatisierung bisher teilweise verhindern konnte, dass die AfD im bürgerlichen Lager ankommt, dann verhindern CSU und JU bisher, dass diese Stigmatisierung sich auch erfolgreich durchsetzt.

    1. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 19 Tagen ·

      Mag richtig sein, ist aber letztlich ein Nebenkriegsschauplatz. Es muss ja doch eigentlich darum gehen, das politische Vakuum zu füllen, in dem die AfD sich breit gemacht hat. Es geht um politische Qualität in der demokratischen Mitte. Bürgernähe, Sicherheit, gerechtere Verteilung.
      Ich habe außerdem den Eindruck, dass die Ausgrenzung seitens der Union wunderbar funktioniert in den allermeisten Fällen. So wie die der Linken durch die SPD. Aber ob das so viel mit politischen Differenzen zu tun hat...?

    2. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · Erstellt vor 18 Tagen ·

      @Marcus von Jordan Die AFD hat sich nicht in einem Vakuum breitgemacht sie sickert von den Rändern ein und hat anderes verdrängt (CSU rechtskonservatives)... sie agiert im Grunde parasitär und wie das biologische Pendant heften Sie sich an Dinge an die passen (was leider Parteien wie CDU CSU noch immer nicht abgestoßen hatten) und bringen ungesundes mit...
      Vakuum - nun wenn überhaupt nur in dem Bereich von stolz auf und feiern unsere/r Demokratie unsere/e republik.

    3. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 18 Tagen ·

      @Cornelia Gliem ja...nein..vielleicht.
      Ich glaube nicht so daran, dass das ein Unionsproblem ist. Und ich glaube, man muss differenzieren - auch wenn alles, was die AfD vorschlägt, irgendwo zwischen solidem Mist und Nazi schwankt, so ist doch nicht alles verkehrt, was sie kritisiert. Wenn ich Vakuum sage, dann meine ich damit, dass eine patente, realistische, bürgernahe, parteipolitische Situation so einen Erfolg der AfD unmöglich gemacht hätte. Und ich meine damit auch die Warnung, dass dieser Erfolg nämlich noch weiter gehen wird, wenn ihm nicht patentere, realistischere und bürgernahere Politik entgegengestellt wird. Und insofern geht mir das ganze Geplapper um die Methode im Diskurs mit den Faschisten auf die Nerven. Bildung, Solidarität und Wohlstand helfen gegen Faschisten und nicht Fahnen auf Schulen, öffentliche Vereidigungen oder Ausgrenzungsstrategien in der Union. Glaube ich.

  2. Stefan P.
    Stefan P. · Erstellt vor 16 Tagen ·

    Meine 2 Cents zu diesem Artikel hier: https://stefanpfeiffer... ... Die ersten entsprechenden Kommentare und Beschimpfungen sind auch schon eingetroffen.

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