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Medien und Gesellschaft

Armin Wolf blickt zurück auf 20 Jahre ZiB-2-Moderation

Simon Hurtz
Journalist, Dozent, SZ, Social Media Watchblog

Mag es, gute Geschichten zu erzählen.
Mag es, gute Geschichten zu lesen.
Mag es, gute Geschichten zu teilen. Das tut er hier.
Mag es gar nicht, in der dritten Person über sich zu schreiben.

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Simon HurtzSonntag, 17.07.2022

Marietta Slomka, Claus Kleber, Caren Miosga – bei den deutschen Öffentlich-Rechtlichen moderieren eine Menge toller Journalistïnnen. Das gilt aber auch für den ORF. Das bekannteste Gesicht des österreichischen Fernsehens ist Armin Wolf, der am 18. Juli 2002 zum ersten Mal das Nachrichtenmagazin ZiB 2 moderierte. ZiB steht für "Zeit im Bild."

Zum 20-jährigen Jubiläum hat er der ZEIT ein ausführliches und lesenswertes Interview gegeben. Solche Gespräche sind oft exklusiv für Abonnentïnnen, dieses ist frei lesbar. Ich piqe hier aber Wolfs persönliche Rückschau, die er kurz vor seiner 2318. Sendung auf einem Blog veröffentlicht hat.

Wolf wird als Interviewer bewundert und gefürchtet, seine Gesprächsführung ist wohlüberlegt, manche Fragen legendär. In den vergangenen zwei Jahrzehnten befragte er mehr als 3.000 Gäste, in diesem Text erinnert er sich an die unangenehmsten Momente und redegewandtesten Politikerïnnen.

Dazu zählten etwa die beiden früheren ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel und Sebastian Kurz. Letzterer wich Antworten mit einem rhetorischen Trick aus, berichtet Wolf:

Kurz hat ein großes Talent, seine Antworten in – eher längere – Geschichten zu verpacken. Die transportierten genau jene Botschaft, die Kurz im Interview wichtig war, völlig ungeachtet der Fragen – aber sie waren meist so gut erzählt, dass man ihn nicht unterbrechen konnte, ohne einen wesentlichen Teil des Publikums zu verärgern, der wissen wollte, wie die Geschichte denn weitergeht.

Noch kniffligere Gäste als diese Männer waren für Wolf aber manche Frauen:

Damals war ich mit Mitte dreißig ja relativ jung für einen (männlichen) Nachrichtenmoderator und die meisten Studiogäste waren (deutlich) älter, etwa die steirische ÖVP-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (die „Frau Landeshauptmann“ genannt werden wollte) oder BZÖ-Sozialministerin Ursula Haubner: Sehr freundliche Frauen, die sehr nett und höflich und vor allem sehr ausführlich praktisch gar nichts sagten. Sie zu unterbrechen war für einen gut 20 Jahre jüngeren Mann de facto unmöglich, nach jedem Versuch empörten sich zahllose Zuseher·innen, was für ein ungezogener Rotzbub denn da moderiere.

Deutlich einfacher seien dagegen Interviewpartner, die stark polarisieren, etwa die FPÖ-Politiker Jörg Haider und HC Strache. Deren Fans regten sich zwar über kritische Fragen und Unterbrechungen auf, der Großteil des Publikums goutiere es aber. Bei besonders beliebten Gästen sei es schwieriger. Wer denen als Moderator ins Wort falle, bringe womöglich die Zuschauerïnnen gegen sich auf.

Wolf erklärt, was sich seit seiner ersten Sendung am Format verändert hat (überraschend wenig), beschreibt Momente, die im Gedächtnis geblieben sind, zeigt ein paar wunderbare Bilder – und erinnert an sein mit Abstand schwerstes Interview, für das Wolf das ZiB-2-Studio verlassen musste. Am 1. Juni sprach er im Kreml mit Wladimir Putin, einem Politiker, den Wolf als "de facto uninterviewbar" bezeichnet.

Armin Wolf blickt zurück auf 20 Jahre ZiB-2-Moderation

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