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Medien und Gesellschaft

Bernd Oswald
Autor, Trainer und Trendscout für digitalen Journalismus
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piqer: Bernd Oswald

Ab wann ist man ein (Putin-)Troll?

Das junge Schweizer News-Portal hat vor kurzem einen Gastbeitrag veröffentlicht, der sich ungewöhnlich positiv mit der Rolle Russlands im Syrien-Konflikt beschäftigt. Es kamen auffallend viele Kommentare, die watson für diese andere Sicht der Dinge dankten – so viele, dass watson-Autor Philipp Löpfe den Verdacht bekam, der Pro-Russland-Artikel habe Putin-Trolls angelockt. Damit hat Löpfe selbst einen Shitstorm losgetreten, weil nicht jeder Kritiker der westlichen Sichtweise des Syriens-Konflikts sich einen Putin-Troll schimpfen lassen will. Jetzt hat Löpfe auch diese Kritik noch einmal aufgegriffen, was ihn ehrt. Er analysiert das Spannungsfeld von Meinungsfreiheit, Meinungsmanipulation und stellt die These auf, dass gerade eine junge Redaktion wie watson mit einem jungen Publikum besonders anfällig für Trolls aller Art ist. Jetzt wird es höchste Zeit, dass ihr euch eure eigene Meinung zu diesem provokativen Thema bildet. 

Ab wann ist man ein (Putin-)Troll?

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Kommentare 7
  1. Magdalena Taube
    Magdalena Taube · vor etwa einem Jahr

    Über die Medienlandschaft Russlands weiß ich nicht genug, aber für die journalistische Praxis ist das schon eine spannende Frage: Der Wille, sich damit auseinanderzusetzen, was im Kommentarbereich passiert und dann nochmal und nochmal darauf einzugehen, das finde ich beachtlich und da können andere Online-Medien (egal in welchem Land) schon etwas lernen.

  2. Pavel Lokshin
    Pavel Lokshin · vor etwa einem Jahr

    > In Russland sind die Medien gleichgeschaltet. Ein Online-Portal wie watson wäre undenkbar, kritische Journalisten sind im besten Fall arbeitslos, im weniger guten Fall im Gefängnis – und im schlimmsten Fall tot.

    Der Mann hat ja Ahnung. Im Fernsehen spielt sich natürlich vorauseilender Gehorsam ab, aber bei Online und Print geht noch so einiges. Glaubt man Löpfe, gibt es weder Kommersant, noch Vedomosti, RBC oder Yod News. Oder Colta. Oder Novaya Gazeta. Wie mich solche uninformierten Pauschalaussagen nerven!

    1. Bernd Oswald
      Bernd Oswald · vor etwa einem Jahr

      und im Pressefreiheits-Ranking von Reporter ohne Grenzen 2015 ist Russland auf dem 152. Platz von 180 erfassten Ländern, noch schlechter als im Vorjahr. Der Link: www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/t...

    2. Bernd Oswald
      Bernd Oswald · vor etwa einem Jahr

      stimmt, die genannten Medien gibt es. Ich war gerade selbst auf dem Medienforum in Murmansk und habe eine Kollegin der Novaya Gazeta kennengelernt. Die von Ihnen genannten Medien sind aber schon die Ausnahme. Es überwiegen eher unkritische, Kreml-treue Medien, dieser Eindruck hat sich bei mir verstärkt. Und für das, was Löpfe über kritische Journalisten schreibt, gibt es ja leider traurige Beispiele aus der Realität.

    3. Pavel Lokshin
      Pavel Lokshin · vor etwa einem Jahr

      @Bernd Oswald Und was „Gleichschaltung“ angeht - glauben Sie, die westlichen Reporterkollegen hier in Moskau lesen jeden Tag die Prawda gegen den Strich, um sich zu informieren? Hier gibt es, man glaubt es kaum, durchaus ernstzunehmenden Journalismus, von dem die russischen Kollegen auch leben können. Irgendwie sind sie immer diejenigen, die große Investigativstorys machen. Und wir Westler? Alle Jubeljahre mal.

    4. Pavel Lokshin
      Pavel Lokshin · vor etwa einem Jahr

      @Bernd Oswald Ziemlich viele Ausnahmen, finden Sie nicht? Es ist jedenfalls Quatsch, zu behaupten, „ein Online-Portal wie watson“ wäre in Russland undenkbar.

    5. Bernd Oswald
      Bernd Oswald · vor etwa einem Jahr

      @Pavel Lokshin das sehe ich auch so

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