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Ideen und Lösungen

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
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piqer: Alexandra Endres
Montag, 14.01.2019

Wie stoppen wir das große Artensterben?

Immer rascher schwinden weltweit die Arten. Zwischen 1970 und 2012 sind die globalen Wildtierbestände um 60 Prozent gesunken. In Deutschland könnten etwa 30 Prozent aller heimischen Wildpflanzen, Meeresorganismen und Wirbeltiere bald für immer verschwunden sein.

Die Kollegen von der ZEIT machen in ihrer aktuellen Ausgabe eine Bestandsaufnahme des Artenschutzes; daraus stammen die genannten Daten. Die schlechte Nachricht ist:

Das Verschwinden der wilden Tiere aus unserer Umwelt ist so unübersehbar, dass Forscher den Begriff Defaunation für das große Sterben erfunden haben. (...) Sterben (...) die Arten, kollabieren ganze Ökosysteme. Das ist sicher – bloß wann es geschieht, ist nicht vorhersehbar.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Unter konsequentem Naturschutz können Arten sich erholen. Wie genau das funktionieren kann, darüber streiten sich im gepiqden Beitrag der Ökologe Edward O. Wilson und die Meeresbiologin Antje Boetius.

(Disclaimer: Beide Texte sind zwar nicht direkt kostenpflichtig, aber leider nur für Abonnenten online zugänglich. Noch liegt auch die Print-Ausgabe am Kiosk.)

Wilson hat vorgeschlagen, die Hälfte der Erde unter Naturschutz zu stellen. Damit könnten 85 Prozent der Arten gerettet werden, sagt er. Und:

"Wir brauchen einen Platz in der Wissenschaft, der die Geschichte der Schöpfung feiert. In meiner Vorstellung von einem idealen System gibt es einen quasireligiösen Respekt vor der Umwelt, dem Land, auf dem wir leben, und vor dem Planeten an sich."

Boetius glaubt nicht an sowas. Sie setzt auf ökonomische Kräfte:

"Wir gehen so zerstörerisch mit dem Land und den Meeren um, weil es so billig ist ... Deswegen bin ich dafür, den Verbrauch von und die Schäden durch fossile Brennstoffe zu besteuern und (umweltschädliche) Subventionen zu stoppen."

Was hilft also, Steuern oder strengere Regeln (oder beides)? Jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile. Das Interview mit den beiden Forschern ist ein guter Ausgangspunkt, sich eine eigene Meinung zu bilden.

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