Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Ideen und Lösungen

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
Zum piqer-Profil
piqer: Daniela Becker
Montag, 05.08.2019

Wie sich Paris auf die Gefahren der Erderhitzung vorbereitet

Autoverkehr zurückdrängen

Dieselautos, die vor 2006 gebaut wurden, dürfen seit Anfang Juli von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr nicht mehr in Paris fahren. Für Benziner gilt das für die Baujahre vor 1997. Wer sich daran nicht hält, muss mit einer Strafe von mindestens 68 Euro rechnen.

Seit 2016 sind 3,3 Kilometer der Schnellstraße Georges Pompidou am Seineufer, vom Tunnel an den Tuilerien bis zum Tunnel in Bastille-Nähe, dauerhaft gesperrt. Auf der zweispurigen Straße fuhren einst 43.000 Autos am Tag. Heute spazieren Fußgänger darüber, auf dem Rasenstreifen am Rande sonnen sich Pariser und Touristen. Um die Straße sank die Luftverschmutzung um 25 Prozent, auf Ausweichwegen aber stieg sie um bis zu 20 Prozent.

Rad- und Fußverkehr stärken

Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat 2015 einen ehrgeizigen Fahrradplan aufgestellt. Von damals 700 Kilometern sollte die Gesamtlänge der Radwege in Paris bis 2020 auf 1400 Kilometer steigen. Der größte bisher fertige gewordene Teil davon entstand auf einstigen Autofahrspuren. Laut Pariser Bürgerverbänden sollen bis Ende 2019 rund 50 Prozent fertiggestellt sein. 

Stadtgrün zurückbringen

Insgesamt wurden und werden sieben große Pariser Plätze umgebaut und grüner. In der Rue du Jourdain, ist fast jeder Baum „adoptiert“ worden. In einer Querstraße, der Rue Fessart, ist auf einer Brachfläche ein großer Gemeinschaftsgarten entstanden.

Früher war es in Paris nicht gern gesehen, wenn Dächer begrünt wurden, weil es nicht ins Stadtbild passe. Nun wird es gefördert. Auch Fassaden werden grün, bis zum kommenden Jahr sollen mehr als 100 Hektar auf Dächern und an Hauswänden bepflanzt sein, bis 2024 rund 54 Hektar der Stadtfläche.

15.000 Straßenbäume wurden seit 2014 gepflanzt. 5.000 weitere sollen bis 2020 folgen. Außerdem sind vier „Stadtwälder“ geplant, hinter der alten Oper Garnier, vor dem Rathaus, am Bahnhof Gare de Lyon und auf der für Fußgänger reservierten Schnellstraße an der Seine.

Wie sich Paris auf die Gefahren der Erderhitzung vorbereitet
8,9
7 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Ideen und Lösungen als Newsletter.