Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Ideen und Lösungen

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
Zum piqer-Profil
piqer: Alexandra Endres
Sonntag, 07.07.2019

Socken und Matratzen aus dem Treibhausgas CO2

In Nordrhein-Westfalen arbeiten Unternehmen an Kunstfasern, Schaumstoffen und Bindemitteln, die teils aus Kohlendioxid bestehen. Noch sind sie im Forschungs- und Erprobungsstadium. Aber eines Tages sollen die neuen Materialien CO2 binden und so dem Klima zumindest helfen. Benedikt Müller von der Süddeutschen Zeitung hat Forscher und Firmen besucht: 

Für viele Industrieunternehmen ist CO₂ derzeit noch ein reines Abfallprodukt. Kohlemeiler und Stahlwerke, Chemie- und Zementfabriken pusten jährlich Millionen Tonnen in die Atmosphäre. Nicht erst seit den Demonstrationen von Fridays for Future müssen sie sich fragen, welche Verantwortung sie für die Erderwärmung mit all ihren Folgen tragen. Doch CO₂ kann auch ein Rohstoff sein, etwa für Kunststoffhersteller. Was sie aus dem Klimakiller gewinnen, zeigt ein Ausflug ins Rheinland, zu Traditionsunternehmen die einst mit der Kohle groß geworden sind.

Müller war im Institut für Textiltechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen, wo Forscher zusammen mit dem Kunststoffkonzern Covestro, der einst zu Bayer gehörte, eine elastische Textilfaser entwickeln. Aus ihr kann man zum Beispiel Socken stricken. In Dormagen bei Köln entwickelt Covestro einen Kunststoff namens Cardyon, der bis zu 20 Prozent aus CO2 besteht. Mehr geht nicht, sonst wird beispielsweise der Schaumstoff in Matratzen, die Cardyon enthalten, zu hart. Solche Matratzen werden auch schon produziert und verkauft.

Auch Siemens und der Chemiekonzern Evonik wollen Spezialchemikalien aus CO2 herstellen, schreibt Müller, und der Kohlekonzern RWE "hat erst kürzlich eine Projektanlage skizziert, um Treibstoffe aus CO2 und Wasserstoff zu produzieren".

Stahlhersteller wie Thyssenkrupp forschen – gemeinsam mit Partnern wie den Chemiekonzernen BASF oder Linde – ebenfalls an Kunststoffen aus CO2. Die Bundesregierung fördert das mit etwa 60 Millionen Euro. ArcelorMittal forscht gemeinsam mit Covestro und weiteren Partnern an ähnlichen Lösungen.

Socken und Matratzen aus dem Treibhausgas CO2
8,6
5 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 2
  1. Jörg Haas
    Jörg Haas · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

    Die Nutzung von CO2 löst das Klimaproblem nicht. Das CO2 wird ja am Ende der Nutzungsdauer des Produkts erneut freigesetzt. Bei Treibstoffen sehr schnell, bei Kunststoffen etwas später je nach Lebensdauer und Entsorgung. Und das "Endlagerproblem" ist ja nun auch bei Kunststoffen da. Also insgesamt nur ein kleiner Beitrag zur Lösung der Klimaproblematik

    1. Alexandra Endres
      Alexandra Endres · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Das stimmt. So wie's aussieht, sollten wir halt auch die kleinen Beiträge nutzen.

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Ideen und Lösungen als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.