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Harvard University plant Experiment zum Geoengineering

Ole Wintermann
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Ole WintermannMittwoch, 10.03.2021

Ein Forschungsteam der Harvard University plant, kurzfristig einen Versuchsballon in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen, um damit die Potenziale von Geoengineering bei der Bekämpfung des Klimawandels zu erkunden. Bisher haben die Forscher in und mit künstlichen Atmosphären gearbeitet. Nun soll es aber darum gehen, in einem ersten Schritt Kalk in der Stratosphäre auszubringen und zu beobachten, wie sich dieser dort verteilt und in welcher Weise er die Sonneneinstrahlung auf die Erde verändern könnte, wenn er irgendwann als Notfallmethode bei einem ungebremsten Temperaturanstieg eingesetzt werden müsste.

"In a world that’s cutting carbon dioxide emissions too slowly to prevent catastrophic climate change, solar geoengineering might buy some time."

Da mit diesem Versuch grundsätzliche ethische Fragen und Probleme verbunden sind, hat das Team freiwillig ein Ethik-Komitee ernannt. Fragen, die sich aus einem solchen Versuch und der langfristigen globalen Nutzung ergeben könnten, wären beispielsweise: Kann man einem unter der Erderhitzung besonders leidenden Land verwehren, im eigenen Interesse diese relativ kostengünstige Methode des Geoengineering durchzuführen? Wie verantwortet die Gesellschaft die unkalkulierbaren Folgerisiken des Geoengineering für folgenden Generationen? Es ist selbst bei Verwendung des am Boden unschädlichen Kalks nicht bekannt, ob es nicht doch Wechselwirkungen mit Elementen, die in der Stratosphäre vorkommen, geben könnte.

Entgegen den Erwartungen steht der Teamleiter selbst extrem kritisch zu solchen Methoden der Adressierung des Klimawandels:

"He himself thinks geoengineering is the wrong way to address climate change. He compared it to opiates that ease acute pain but lead to other problems like addiction."

Sein abschließendes Argument, sich um diese Forschung zu bemühen, ist, dass er auf die Gefahr hinweist, dass populistische Führer diese kostengünstige Methode anwenden könnten, um kurzfristig Aktionismus vorzuspielen, ohne sich aber darum zu kümmern, welche Konsequenzen dieser Aktionismus auf Dauer für die Menschheit hätte. Zu wissen, was in der Stratosphäre nach einer solchen Aktion vor sich geht, ist unabdingbar, um die Risiken eines solchen Szenarios richtig einschätzen zu können. 

Harvard University plant Experiment zum Geoengineering

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