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Ideen und Lösungen

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Donnerstag, 05.09.2019

Damit Menschen ihr Mobilitätsmuster durchbrechen, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein

Dieses Interview mit der Mobilitätsforscherin Sophia Becker ist ein Füllhorn von Lösungsansätzen, wie insbesondere Städte dazu beitragen können, Bürger dazu zu bringen, auf ein eigenes Auto dauerhaft zu verzichten.

Fähigkeit, Motivation und Gelegenheit sind immer die Grundlage für eine Verhaltensänderung.

Günstige Zeitpunkte, Menschen Alternativen anzubieten, seien einschneidende Situationen wie Umzug, Wechsel des Arbeitsplatzes, Geburt von Kindern, Eintritt in die Rente; also wenn sie sich ohnehin neu orientieren. 

Besonders interessant fand ich die Aussage über kostenlose ÖPNV-Tickets, die von den politischen Spektren oft entweder als Nonplusultra-Lösung oder irrsinnig, weil viel zu teuer, dargestellt werden.

Ein kostenloses Monatsticket klingt immer schön. Aber es wäre deutlich sinnvoller, die Vergünstigungen an die konkreten Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen anzupassen. Für Rentner könnten die Preise beispielsweise deutlich gesenkt werden. Das wäre eine gute Symbolpolitik, die eine Gruppe gezielt anspricht und zu deren Gewohnheitsänderung beitragen kann. Rentner sind eine wichtige Zielgruppe, weil sie mittlerweile sehr aktiv sind und viel reisen, meist mit dem Auto. Für Kinder und Jugendliche macht das ebenfalls Sinn. In Berlin haben die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien erstmals ein kostenloses ÖPNV-Ticket erhalten. Das ist familienfreundlich und bindet sie langfristig an den ÖPNV, weil sie lernen, mit Bus und Bahn all ihre Wege in der Stadt zu erledigen. Dagegen ist für mich ein kostenloses ÖPNV-Ticket für alle überflüssig. Als vollverdienende Akademikerin zahle ich für mein Monatsticket von Berlin nach Potsdam 83 Euro. Das ist wenig. Viele Städte und Kommunen sind klamm und können über die Einnahmen aus den Tickets zumindest einen bedeutsamen Teil ihrer Kosten decken. Vielerorts ist der ÖPNV jetzt bereits am Limit mit seinen Nutzerzahlen zu Stoßzeiten. Bevor er mehr Fahrgäste aufnehmen kann, muss er schrittweise ausgebaut werden.

Damit Menschen ihr Mobilitätsmuster durchbrechen, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein
8,3
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Kommentare 1
  1. Kerstin A.
    Kerstin A. · Erstellt gestern · Bearbeitet gestern

    Warum sollten Rentner auf ihr Auto verzichten, welches ihnen Mobilität garantiert. Ab der Haustür und bis zur Haustür. Warum sollten Menschen auf ihr Auto verzichten, welches ihnen Mobilität garantiert. Ab der Haustür und bis zur Haustür? Warum sollten zB Familien ihren Wocheneinkauf per ÖPNV erledigen? Kilometerweit schwere Einkaufsbeutel schleppen, weil der ÖPNV eben nicht vor der Haustür hält. Drei Kinder per ÖPNV zu verschiedenen Kita-Standorten bringen und zur Schule. Dann zur Arbeit hetzen mit ÖPNV. Immer die Angst im Nacken, ob auch alles mit den Anschlüssen von Linie zu Linie klappt. Von den Risiken im ÖPNV ganz zu schweigen. Die Chance, im ÖPNV Opfer von Gewalt eines anderen ÖPNV-Benutzers zu werden, war noch nie so hoch wie heute. Warum sollen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ihrer Mobilität auf ihr Auto verzichten? Nur um immer wieder an den Barrieren des ÖPNV zu scheitern? Es sind nur wenige Beispiele die aufzeigen, dass der Traum von einem ÖPNV, der die Lösung für alle mit all ihren individuellen Bedürfnissen ist, keine Realität werden wird, die das Auto überflüssig macht.

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