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Ideen und Lösungen

Karla Paul
Kulturjournalistin
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Karla Paul
Community piq
Montag, 03.08.2020

Alle gleich zu behandeln, fördert das Ungleichgewicht!

Gerade während Corona wurde wieder deutlich, wie ungleich viele Möglichkeiten in Deutschland verteilt sind - auch wenn das von vielen Liberalen bis heute verleugnet wird. Es kann eben nicht jede*r alles sein oder werden, die Benachteiligung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren - Bildung, voll- und hochwertige Ernährung, ein ausgewogener Freizeitplan und vor allen Dingen ein Charakter, der von Anfang an Selbstbewusstsein und Bestärkung erfährt, das findet man in Akademikerhaushalten eben doch weit häufiger. Nicht, dass der Rest das nicht auch gern für seine Kinder möchte und eigentlich das Recht darauf hätte - schlicht gibt es auch da kaum Möglichkeiten und Ressourcen, sich selbiges zu erstreiten. 

Der Journalist Houssam Hamade schreibt darüber sehr treffend für den Deutschlandfunk: 

"Arbeiterkindern fehlen in der Regel die Beziehungen, der Habitus und das Selbstbewusstsein, die so wichtig sind für den akademischen und beruflichen Erfolg. So gesehen erklärt die soziale Herkunft mehr als ein Migrationshintergrund. Wer aus einem migrantischen Akademikerelternhaus komme, habe kaum Probleme im deutschen Schulsystem, so El-Mafaalani.Diversität sollte soziale Herkunft berücksichtigenDas Problem zeigt sich auch in den Statistiken: Von 100 Kindern aus nicht-akademischen Familien nehmen nur 27 ein Studium auf, obwohl doppelt so viele das Abitur bestehen. Von 100 Akademikerkindern studieren dagegen 79. Das ist wirtschaftlich gesehen unklug, weil so Talente verkümmern. Vor allem ist es aber ungerecht. Die soziale Herkunft sollte ein zentraler Bestandteil des Ringens um Diversität werden."
Alle gleich zu behandeln, fördert das Ungleichgewicht!

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Kommentare 3
  1. Andreas P.
    Andreas P. · vor 2 Monaten

    Nahe liegend und interessant wäre, zu messen, ob Kinder aus Akademikerfamilien schlicht bessere kognitive Fähigkeiten geerbt haben und deswegen häufiger studieren.

    1. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Monaten

      Vielleicht fängt bei Nichtakademikern der Mensch auch nicht erst mit dem Uniabschluss an? Wie viele Intellektuelle glauben. Die These, das das Nicht-Studieren daher eine Benachteiligung sei, ist ein Stückweit auch Nabelschau der intellektuellen Klasse.

    2. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      @Thomas Wahl Das ist wohl sehr wahr.

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