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Literatenfunk

Zensurspiele
Jochen Schmidt
Schriftsteller und Übersetzer
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piqer: Jochen Schmidt
Montag, 25.05.2020

Zensurspiele

Von 2003 bis 2007 erschien in der "Berliner Zeitung" alle zwei Wochen eine Kolumne über die aus heutiger Sicht bei aller Ernsthaftigkeit des Themas doch oftmals recht kuriosen Geschichten, die in den Akten über das Zensurwesen der DDR schlummern. Die gesammelten Kolumnen, die 2008 im Mitteldeutschen Verlag als leider eher unauffällig gestaltetes Buch erschienenen sind (Simone Barck/ Siegfried Lokatis "Zensurspiele"), zeichnet eine profunde Kenntnis der DDR-Verhältnisse und insbesondere der DDR-Literaturgeschichte aus, etwas, was für mich früher das Feuilleton der "Berliner Zeitung" so lesenswert gemacht hat. Sie sind zudem das Ergebnis echter Archivarbeit, also eine Pionierleistung, und sie stellen überraschenderweise nicht nur eine hochinteressante, sondern auch eine unterhaltsame Lektüre dar, stellenweise sieht man die DDR von einer ihrer absurdesten Seiten. Wobei die Dinge, die hier beschrieben werden in anderen Zensursysteme kaum anders gewesen sein dürften.

Jede Publikation mußte in der DDR genehmigt werden, ob Wilhelm Piecks gesammelte Werke oder ein wissenschaftlicher Titel "Samenübertragung beim Rind". Dabei konnte das Manuskript in manchen Fällen durch zwei Dutzend Instanzen bei Verlagen, Experten-Kommissionen, staatlichen und Parteiinstitutionen gehen, eine ungeheure Verschwendung von Arbeitskraft. Ab 1963 gab es die "Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel" im Ministerium für Kultur als oberste Zensurbehörde. (Wobei es "Zensur" offiziell natürlich nicht gab. Bei Karl Kraus strich eine Gutachterin das Zitat "Satire, die der Zensor versteht, wird mit Recht verboten", mit der Begründung: "Er hatte es mit einem Zensor zu tun, den unsere Leser nicht mehr zu fürchten brauchen.") Wollte ein Verlag ein Buch herausbringen, mußte er bei der Hauptverwaltung eine Druckgenehmigung beantragen und es wurde eine Akte angelegt. Eine Reihe von Gutachtern mit mehr oder weniger ausgeprägtem Sendungsbewußtsein lasen die Manuskripte (manchmal genauer als heute viele Lektoren oder Kritiker) und gaben ihre, teilweise recht übergriffigen Einschätzungen ab: "Der Autor kann vom Leser nicht verlangen, ihm in seine Gedankenwirrnis zu folgen." Über einen amerikanischen Roman heißt es: "Unter der Maske des kritischen Realismus in Pornographie absinkende Elendsbeschreibung". (Das Buch wäre also sicher ein Publikumserfolg geworden.) Daß bei diesem Verfahren so viele heikle Bücher letztlich doch erschienen sind, hat mit dem Geschick und der Beharrlichkeit von Lektoren und Verlegern, manchmal auch dem Wohlwollen einzelner Gutachter zu tun, immer aber mit dem periodischen Wechsel von Phasen von Tauwetter und Eiszeit im Land. Oft wurde man bei der Herstellung eines Buchs vom ideologischen Wandel überrascht, und Projekte, um die lange zäh gerungen worden war, waren plötzlich unpublizierbar oder obsolet.

Die Zensur konnte jeden treffen, ob es sich um eine Anglerzeitschrift, die Memoiren von Erwin Geschonnek, Gedichte von Brecht, Science Fiction von Stanisław Lem oder, wie erwähnt, die Schriften von Wilhelm Pieck handelte. Man müßte also vieles, was damals, auch an übersetzter Literatur, erschienen ist, eigentlich mit aktuelleren Ausgaben vergleichen, um die Änderungen nachzuvollziehen und zu deuten. (Wobei auch im Westen manchmal gestrichen wurde, allerdings natürlich nicht im gleichen Umfang und nicht systematisch. Es dürfte also manchmal drei Versionen eines Texts geben. Es war besonders heikel in Büchern westdeutscher Autoren etwas zu ändern, selbst mit deren Einverständnis, weil das, wenn es im Westen rauskam, öffentlich ausgekostet werden konnte. In manchen Fällen löste man das Dilemma, indem der Autor behauptete, sein Einverständnis für die Kürzungen gar nicht gegeben zu haben. Die Atmosphäre zwischen beiden deutschen Staaten war in den frühen Jahren angespannt. Z.B. brachte das SPD-Ostbüro 1956 eine gefälschte Ausgabe der ostdeutschen Propaganda-Zeitschrift "Einheit" als Tarnschrift heraus, sie enthielt die Geheimrede Chruschtschows!)

Daß eine staatliche Behörde in solcher, fast schon religiöser Weise an die Macht des geschriebenen Wortes glaubte, lud den Beruf des Schriftstellers mit Bedeutung auf und wirkte natürlich auch als Werbung für manche Titel. Wenn etwas erschien, dann oft in nach heutigen Maßstäben riesige Auflagen, die auch noch rasend schnell verkauft wurden. (Eine Tucholsky-Ausgabe wurde in 150000 Exemplaren gedruckt, "Baden ohne - FKK zwischen Mövenort und Talsperre Pöhl" hatte 650000 Exemplare, jedes Gedicht-Heftchen aus der "Poesiealbum"-Reihe erschien mit 10000 Exemplaren, ein Großteil davon wurde an Zeitungskiosken verkauft. Von vielen Büchern hätte man aber auch viel mehr, ja das doppelte drucken können, aber das Papierkontingent gab es angeblich nicht her. Im Archiv finden sich aber auch Briefwechsel zu den unverkäuflichen Büchern von Autoren, die als Kulturfunktionäre tätig waren. Die "Gotsche-Kassette" mit den Romanen von Otto Gotsche, war als Aktivisten-Prämie gefürchtet. Sie war fast 3000 Seiten dick. Der Verlag druckte, um Papier zu sparen, einfach heimlich weniger von Gotsches Titeln, weil sie sich sowieso nicht verkauften. Der Autor beschwerte sich, als er das bemerkte.)

Zu verschiedenen Zeiten gab es ganz verschiedene Reizthemen, die sich widersprechen konnten, man mußte die aktuelle "Linie" kennen, z.B. war mit dem Aufbau der NVA der Pazifismus nicht mehr opportun, so daß eine Tucholsky-Ausgabe zu einem langwierigen und komplizierten Projekt wurde. (Seine Werkausgabe durfte zudem nicht mehr Bände haben als die von Johannes R. Becher, weshalb die einzelnen Bände besonders dick wurden und der Verlag manches "ausgekoppelte". Eine inoffizielle Prestige-Hierarchie war auch für die Auflagenhöhe von Grotewohl oder Pieck verantwortlich, drüber kamen nur Marx, Engels und Lenin, bzw., mit weitem Abstand, Stalin, der aber dann 1956 eingestampft wurde.)

Aber auch die Geschichte der Arbeiterbewegung konnte problematisch sein, wenn Wilhelm Pieck sich in seinen Memoiren zu den 20er Jahren und der Linie der KPD gegenüber der SPD äußerte, oder der Zusammenbruch der KPD-Organisation nach '33 zu deutlich wurde. Man half sich damit, aus der Gesamtausgabe "Gesammelte Reden und Schriften" zu machen, deren siebter Band zudem nie erschien, weil er die Zeit nach '45 behandelte und die damalige Forderung nach der Einheit der deutschen Nation nicht mehr zu Honeckers Politik paßte. So werde, schreibt Siegfried Lokatis, "die langweiligste aller denkbaren Textsorten, die Reden der SED-Führer, zur spannenden Lektüre, wenn man beginnt, die unterschiedlichen Editionen zu vergleichen."

Abgelehnt zu werden, war für Autoren gefährlich, besonders, wenn kein konkreter Grund bekannt wurde, denn dann mußte das Geschriebene ja besonders schädlich sein und man war "ein heißes Eisen". Oft wurde von den Zensoren eine ominöse Vox populi ins Feld geführt, etwas, was heute Boulevardmedien gerne tun. Die Begriffe, mit denen man Autoren kritisierte, stammen aus einer eigenen, stark kodierten Sprache, die mir immer noch nachklingt, sie erinnern mich fast ein bißchen an die verhängnisvollen Floskeln aus unseren Zeugnis-Beurteilungen (wobei wohl auch heute die Sprache der Personalabteilungen doppelbödig ist): "politisch schwankend", "mangelnder politischer Instinkt", "subjektive Auffassungen", "sektiererisch", "Abstumpfung der parteilichen Wachsamkeit", "pessimistische Lebensauffassungen", "gegnerische Positionen", "negativ", noch schlimmer "feindlich". Wobei auch "Neutralität" ein schwerer Vorwurf sein konnte.

Was ist an so einem Thema bitter-komisch? Z.B., daß das Kinderbuch "Tito, die Präriewölfin" abgelehnt wurde, weil es Leser, laut Kurt Hager, dazu anstiften könnte, den Titel "allegorisch mit dem Banditen Tito in Verbindung zu bringen." Oder daß dem Sachkinderbuch "Tatü, tata" die Druckgenehmigung verweigert wurde, u.a. weil auf einem Bild einem Roller die Klingel fehlte. Peter Hacks wollte in seiner Kindergedichtsammlung "Der Flohmarkt" die Geschichte der Eiche Hulda drucken:

"Jahrhundert um Jahrhundert
Ein großes Hin und her.
Erst hab ich mich gewundert.
Jetzt wundert mich nichts mehr."

Das Gedicht stand für den Gutachter konträr zum "wissenschaftlichen Geschichtsbild" der Schule.

Aus dem 17.Juni hatte man die Lehre gezogen, daß man der Bevölkerung mehr Volkstümlichkeit zugestehen sollte. Es gab sehr erfolgreiche Heimatkalender, aber auch diese sollten "die großartige Entwicklung unserer Republik" widerspiegeln und nicht "rückwärts gerichtet" sein, also lediglich Schlösser und Kirchen zeigen. (Andererseits waren es Exportartikel, und da machte man schon Zugeständnisse.) Für die Herrnhuter Losungen (jährlich 340000 Exemplare!) wurden die Bibelverse ausgelost, auf diese Weise redete Gott zu den Gläubigen. Wen sollte man also dafür verantwortlich machen, wenn die Losung am Tag des Mauerbaus ausgerechnet: "Machet die Tore weit und die Türen der Welt hoch", lautete? Aus "Weltall Erde Mensch", dem Pflichtgeschenk zur Jugendweihe in den Jahren von 1954 bis 1974, wurde das Atomkapitel von Robert Havemann entfernt. Zur 500000er Auflage druckte man ein neues Vorwort des Herausgebers und strich dafür ein altes Vorwort von Walter Ulbricht. Es kam deswegen zu Strafmaßnahmen und Entlassungen.

Manchmal durfte etwas aber auch erscheinen und wurde anschließend in einer Pressekampagne mit fingierten Leserbriefen niedergemacht, oder man druckte zu wenig Exemplare, Papier war ja Mangelware, oder, besonders raffiniert, die Armee übernahm einen Großteil der Auflage für ihre Kasernenbuchhandlungen, wo die Bücher unter den Soldaten kaum Käufer fanden. (Das Angebot in der Bücherstube meiner Magdeburger Kaserne war tatsächlich exzellent.)

Interessant für die Bevölkerung waren natürlich die "ideologischen Pannen", wenn etwas übersehen worden war (ich erinnere mich an ein heimliches Akrostychon in einem Uwe-Kolbe-Gedicht), so etwas sprach sich schnell rum. Geheimtips über Ausgaben kursierten, die man schnell kaufen mußte, weil sie eigentlich schon zurückgezogen waren, über Stellen, die "durchgerutscht" waren oder über unfreiwillige Komik und peinliche Lapsusse. (Wenn man Sprachen gekonnt hätte, der Buchmarkt des Ostblocks hätte sicher noch mehr einiges hergegeben!) Die Bevölkerung verhielt sich wie eine Schulklasse, die sich freut, wenn dem Lehrer der Hosenstall offensteht, man sah genau hin und registrierte jede Ungereimtheit und jede unfreiwillig komische Erscheinung mit Schadenfreude. Im Buch wird der Fall eines anatomischen Wörterbuchs angeführt, in dem der Gesäßmuskel fälschlich als "Glutäus marxismus" bezeichnet wurde. Man achtete aber auch darauf, in welcher Reihenfolge der Namen der Funktionäre in der Zeitung aufgezählt wurden, man registrierte das Wiederauftauchen Totgeschwiegener oder ungewohnte Zitate der Klassiker (am Ende waren ja sogar Lenins letzte Briefe ein Geheimtip, weil er darin vor Stalin warnte). Wenn das Nachwort zu einer Beckett-Sammlung, die 1989 erschien, korrekt mit "März 1980" datiert war, war klar, daß sie jahrelang auf Eis gelegen hatte.

Weil die Zensoren wußten, wie genau die Leser hinsahen, fingen sie an, mit den Gehirnen der Leser zu denken, um keine Fehler zu machen. Man konnte davon ausgehen, daß nicht nur die Zensoren, sondern auch die Leser den Witz verstanden, wenn in einem Heimatkalender zum Tag der Republik der Spruch stand: "Aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühnlein". Aber sogar der Spruch "Abends wird der Faule fleißig" wurde bemängelt: "Was hat das angesichts des Lernens, der Weiterbildung unserer Menschen noch für eine Berechtigung?" Oder wenn in einem Rembrandt-Kalender dem Hinweis auf die Ermordung Thälmanns (es gab für alle Kalender einen "Musterkalender" mit solchen Pflichtdaten) ein Bild der lachenden Saskia beigeordnet war. Stellenweise entwickelte man offenbar eine regelrechte Paranoia vor der Schadenfreude der Bevölkerung, zu einem Kalender der Natur- und Heimatfreunde schrieb der Zensor: "Mußte der 'östliche oder Weißbrustigel' noch als 'Schweinsigel' gekennzeichnet werden? Hier entstehen beim indifferenten Leser Assoziationen, denen wir von vornherein vorbeugen müssen." Und bei einem Harzführer wurde dem Autor zum Vorwurf gemacht, daß die Werra im Unterlauf mehrmals zwischen DDR und BRD wechsele.

Auf viele Titel, die im Buch erwähnt werden, bekommt man Lust. "Mr.Poppers Pinguine", ein Kinderbuch, das nach einigem Hin und Her 1953 erschienen ist. Larissa Reissners "Hamburg auf den Barrikaden" von 1926 (ein Augenzeugenbericht, in dem Thälmann und seine für uns zum Schulstoff gehörende führende Rolle beim Aufstand, gar nicht vorkam.) "Rumba auf einen Herbst" von 1962 von Irmtraud Morgner, ihr Erstling, der nie erscheinen durfte. (Schon bestellt ...) Oder die überbordende Krimiproduktion in Heftreihen wie "Blaulicht" ("Was den Autor bewog, fast allen Gangstergestalten slawische Namen zu geben, bleibt unerfindlich.") Blaulicht erschien mit 250000 Exemplare. Eine ganze Welt von Krimis, Abenteuer- und Trivial-Romanen könnte man im Nachhinein nach "Stellen" absuchen. Ganz zu schweigen vom in Osteuropa so populären Science-Fiction-Genre.

Der allgegenwärtige, übergriffige Drang, seine Bevölkerung zu erziehen, geht einem noch post festum auf die Nerven. In einem Buch über den Pferderennsport sollte auch etwas über den "exklusiven Charakter des Rennsports in der feudalen und bürgerlichen Gesellschaft" zu erfahren sein. "Richtlinien für Autoren von Wanderheften" besagten, daß die Wanderer "zu den Zeugen des Aufbaus des Sozialismus in unserer Deutschen Demokratischen Republik" geführt werden sollten. An einem Buch über Bergsteigen wurde gelobt, daß es die "gesellschaftliche Stellung des Felskletterns und seine historische Entwicklung vom Gesichtspunkt der fortschrittlichen Weltanschauung" behandelte. Endlich einmal würde das "schleichende, weiterwuchernde Gift" aus den "Hirnen der 'alten' Bergsteiger" gebrandmarkt, die das "Für-sich-sein" und die "Trennung von Alltag und Bergerleben" suchten. "Nur das Kollektiv erringt den Erfolg." Man konnte also auch "sozialistisch" bergsteigen. (Dabei suchte die Mehrheit das Naturerlebnis sicher gerade, um dem Sozialismus zeitweise zu entkommen. Insofern hatten die Zensoren schon den richtigen Riecher.) Zu einem Anglerkalender hieß es 1958, es gelte "die Jünger Petri ihrem oftmals beschaulichen Isoliertsein zu entreißen". Aus einem "Geselligkeitsbüchlein" sollten Bierdeckeltricks (niveaulos!) und Tips für Geheimschriften (gefährlich!) verschwinden. (Ohne spezielle Genehmigung durfte man ja in der Bibliothek auch keine Bücher über Karate ausleihen).

Heikel war es auch, Bedürfnisse zu wecken, die man nicht befriedigen konnte. Nennung von Südfrüchten, Mandeln und Nüssen waren im "Großen Kochbuch" (1970) zu reduzieren, Krebsfleisch, Hummer und Kaviar ganz zu streichen. (Aus einer Geschenkekiste habe ich neulich "Delikat-international. Gerichte der japanischen Küche" von 1987 gefischt. Mit einem "Lexikon japanischer Fachwörter": "Tofu: Sojabohnenquark, ähnelt festen Puddingstückchen. Sushi: Gesäuerter Reis." Im Vorwort steht:

"Nachdem eine umfangreiche Literatur über die Kochkunst der sozialistischen Länder, insbesondere der Sowjetunion, der CSSR und der Ungarischen Volksrepublik, vorliegt, soll durch "Delikat international" über weitere bedeutende Küchen informiert werden, sollen Anregungen gegeben werden, kulinarische Kostbarkeiten, andee Geschmacksrichtungen, bisher wenig bekannte Speisen und Rezepturen kennenzulernen."

Das klingt doch schon fast wie eine Aufforderung zur "Republikflucht".)

Mancher war sich damals schon bewußt, daß auf der einen Seite der Mauer um Bücher gerungen wurde, die ein paar hundert Meter weiter in den Regalen der Buchhandlungen verstaubten. So aufmerksame Leser wie die Zensoren würden die Literaten so bald nicht wieder bekommen. Besonders tragisch war das für lange unterdrückte Bücher, die dann 1990 endlich erschienen, als sich niemand mehr für sie interessierte. Von einem betroffenen Autorenpaar heißt es im Buch, daß es deshalb die "hoch an die Decke getürmten Romane als Wärmedämmung ihrer Altbauwohnung" nutzte.

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